The F4U Corsair: The Fighter That Was Too Dangerous for Its Own Carrier
Video des Kanals ERAQUORA über Vought F4U Corsair, verlinkt auf der zugehörigen Seite von Above Ten Thousand. Dauer: 6:36. Sprache: Englisch. Videotyp: Dokumentation.
Worum es geht
Dokumentation über die Vought F4U Corsair, die erklärt, warum ein für Flugzeugträger konzipiertes Jagdflugzeug zunächst von den Decks verbannt wurde und wie es schließlich dorthin zurückkehrte.
Historischer Hintergrund
1938 forderte das Bureau of Aeronautics der US-Marine ein Hochgeschwindigkeitsjagdflugzeug. Chance Vought ging vom Pratt & Whitney R-2800 aus, einem 18-Zylinder-Motor mit 2.000 PS, dessen großer Propeller den Einsatz des invertierten Möwenflügels erforderte, um das Fahrwerk kurz zu halten. Da die Maschinengewehre den Platz der Flügeltanks einnahmen, wurde ein 897-l-Tank im Rumpf eingebaut und das Cockpit um fast 3 ft nach hinten verlegt. Schlechte Sicht im Anflug, vorzeitiges Abreißen der Strömung am linken Flügel und das Springen des Fahrwerks brachten ihr den Spitznamen „Ensign Eliminator" ein. Die Marine übergab sie daraufhin an die Marines, die sie im Februar 1943 über den Salomonen mit der VMF-124 in den Kampfeinsatz brachten.
Wichtige Fakten
Laut dem Video zerstörte Gregory Boyington, Kommandeur der VMF-214 „Black Sheep", 28 feindliche Flugzeuge. Die Corsair erzielte 2.140 Luftsiege gegenüber 189 Verlusten, flog 44 % der Jagdeinsätze von Marine und Marines und warf 70 % der von US-Jagdflugzeugen im Pazifik abgeworfenen Bomben ab. Für die Rückkehr auf die Träger entwickelte die britische Fleet Air Arm einen Anflug im durchgehenden Kurvenflug. Vought wiederum baute eine Blasenkanzel ein, mit der der Sitz um 8 in angehoben werden konnte, und erhöhte den Druck der Fahrwerksdämpfer auf 350 psi. Später diente sie in Korea zur engen Luftnahunterstützung, geflogen unter anderem von Jesse L. Brown, dem ersten afroamerikanischen Marineflieger.
