Die wahnsinnige Ingenieurskunst der Vought F4U Corsair

Ingenieurwesen Dokumentation · 25. Februar 2025 · 42:06 · Deutsch · Dokumentation

Video des Kanals Ingenieurwesen Dokumentation über Vought F4U Corsair, verlinkt auf der zugehörigen Seite von Above Ten Thousand. Dauer: 42:06. Sprache: Deutsch. Videotyp: Dokumentation.

Worum es geht

Dokumentarfilm in deutscher Sprache über die Konstruktion der Vought F4U Corsair, des trägergestützten Jagdflugzeugs der US Navy. Er behandelt kapitelweise die Entwurfsanforderungen, den invertierten Möwenflügel, den Motor, die Materialien und die Bauweise, die Aerodynamik, das Fahrwerk, die Bewaffnung und die Leistungsverbesserungen der aufeinanderfolgenden Varianten.

Historischer Kontext

Im Februar 1938 legte das Bureau of Aeronautics der US Navy sehr anspruchsvolle Anforderungen für ein neues Jagdflugzeug fest: die höchstmögliche Geschwindigkeit, eine Überziehgeschwindigkeit unter 70 mph für eine sichere Trägerlandung, mindestens 1.000 Meilen Reichweite, vier Waffen (oder drei mit mehr Munition) und die Fähigkeit, Flugabwehrbomben zu tragen. Um dies zu erfüllen, wurde der zu dieser Zeit stärkste Motor gewählt, der Pratt & Whitney R-2800 Double Wasp, ein 18-Zylinder-Doppelstern-Reihenmotor mit 1.850 PS beim Start. Das Team von Chance Vought unter der Leitung von Chefingenieur Rex B. Beisel arbeitete nach einem klaren Grundsatz: Geschwindigkeit geht vor. Die ersten Tests brachten ernste Probleme zutage: Öl aus den hydraulischen Haubenklappen auf der Windschutzscheibe, Fahrwerksprellen bei der Landung und Auftriebsverluste bei langsamen Anflügen.

Wichtige Fakten

Der riesige dreiblättrige Hamilton-Standard-Hydromatic-Propeller mit 13 Fuß und 4 Zoll Durchmesser machte den invertierten Möwenflügel notwendig: So konnte das Fahrwerk kürzer und leichter ausfallen, der Flügel traf im rechten Winkel auf den Rumpf, was den Widerstand verringerte, und im Knick waren die Ölkühler untergebracht. Die Corsair war das erste vollständig verkleidete Fahrwerk der Navy: Die Beine drehten sich beim Einfahren nach hinten um 90°. Die Zelle verwendete Punktschweißung statt Nieten, wobei die Außenflügel hinter dem Hauptspant und die Steuerflächen weiterhin stoffbespannt waren. Sie trug 150 Pfund Panzerung und eine 1,5 Zoll dicke gepanzerte Windschutzscheibe. Der zweistufige, zweidrehzahlige Lader und die Wassereinspritzung der F4U-1A und F4U-1D erhöhten die Leistung auf 2.250 PS. Die F4U-4 erhielt den R-2800-18W mit 2.100 PS und die F4U-5 den R-2800-32W mit 2.450 PS bzw. 2.850 PS mit Wasser-Methanol-Gemisch. Im Sturzflug erreichte sie 550 mph, und ein kleiner 6 Zoll langer Abreißstreifen am rechten Flügel korrigierte ihr Flugverhalten. Die Staffel VF-17 verbesserte die Trägerlandung, indem sie den Druck der Stoßdämpfer erhöhte und Anti-Prell-Zylinder hinzufügte. Die F4U-1 trug sechs Browning-M2-Maschinengewehre im Kaliber 50 und die F4U-1C vier 20-mm-Kanonen. Im Pazifik werden ihr 2.140 abgeschossene feindliche Flugzeuge gegenüber 189 eigenen Verlusten zugeschrieben, ein Verhältnis von 11 zu 1.