F4U Corsair Design Features

Greg's Airplanes and Automobiles · 9. September 2018 · 23:58 · Englisch · Dokumentation

Video des Kanals Greg's Airplanes and Automobiles über Vought F4U Corsair, verlinkt auf der zugehörigen Seite von Above Ten Thousand. Dauer: 23:58. Sprache: Englisch. Videotyp: Dokumentation.

Worum es geht

Überblick über die weniger bekannten Konstruktionsmerkmale der F4U Corsair, mit Schwerpunkt auf den Versionen des Zweiten Weltkriegs: die Aluminiumpanzerung, das nach hinten versetzte Cockpit, das als Sturzflugbremse genutzte Fahrwerk, die vordere Position des Seitenleitwerks, das Kraftstoffsystem und der Grund für den invertierten Möwenflügel. Enthält Abschweifungen zur Douglas A-26 Invader und zur British Pacific Fleet.

Historischer Kontext

Neben Stahlplatten trug die Corsair eine Duraluminium-Panzerung. Diese Aluminium-Kupfer-Legierung, 1903 vom Deutschen Alfred Wilm erfunden, wurde seit 1916 in Flugzeugstrukturen und in Luftschiffen wie der Graf Zeppelin oder der USS Los Angeles verwendet. Bei der Corsair schützte sie den Rumpftank vor Streifschüssen. Vor Produktionsbeginn wurde die Bewaffnung auf sechs Maschinengewehre im Kaliber .50 in den Flügeln umgestellt; zusammen mit dem Faltmechanismus blieb dadurch kein Platz für große Flügeltanks. Der Haupttank wurde zum Schwerpunkt verlegt und das Cockpit nach hinten versetzt. Die dadurch schlechtere Sicht führte dazu, dass die US Navy das Flugzeug zunächst für Träger ablehnte und es vor allem den Marines an Landstützpunkten zuteilte. Die Briten setzten es von Trägern aus mit einem gekrümmten Anflug ein. Es war der zahlenmäßig stärkste Jäger auf den zehn Hauptträgern der British Pacific Fleet, die die japanischen Heimatinseln und Okinawa angriff.

Wichtige Fakten

Das kurze, robuste Hauptfahrwerk diente bis 225 Knoten angezeigter Geschwindigkeit bei eingefahrenem Spornrad als Sturzflugbremse. Es war eines der ersten Flugzeuge mit vollständig verkleidetem Hauptfahrwerk im eingefahrenen Zustand. Es hatte zwei nicht selbstdichtende 62-Gallonen-Flügeltanks, die vor dem Gefecht mit CO2 inertisiert wurden, sowie einen selbstdichtenden 237-Gallonen-Rumpftank, der mit Kompressorluft unter Druck gesetzt wurde. Der Möwenflügel schuf mit einem kurzen Fahrwerk Freiraum für den Propeller, ohne auf das Teleskopfahrwerk der P-47 oder einen dickeren Rumpf wie bei der Hellcat zurückzugreifen. Die Einlässe der Ölkühler und Ladeluftkühler lagen an der Flügelvorderkante, und der etwa 90°-Übergang zwischen Flügel und Rumpf verringerte laut NACA-Studien den Interferenzwiderstand. Sie überschritt 400 mph, wurde bis 1953 gebaut, und während des Fußballkriegs in Mittelamerika schoss eine Corsair drei Flugzeuge ab, darunter mindestens eine P-51.