Vought F4U Corsair documentary 1997
Video des Kanals illusive 0ne über Vought F4U Corsair, verlinkt auf der zugehörigen Seite von Above Ten Thousand. Dauer: 48:05. Sprache: Englisch. Videotyp: Dokumentation.
Worum es geht
Zweiteilige Sendung von 1997 über die Vought F4U Corsair. Im ersten Teil führt ein Pilot die Vorflugkontrolle, das Anlassen und einen Testflug der F4U-1 des Museums Planes of Fame durch und kommentiert ihr Flugverhalten. Im zweiten Teil berichtet ein ehemaliger Marines-Pilot der Staffel VMF-225 von seinen Erfahrungen mit dem Flugzeug im Zweiten Weltkrieg.
Historischer Hintergrund
Die Corsair entstand 1938, als die US Navy einen trägergestützten Jäger forderte, der den landgestützten Jägern leistungsmäßig ebenbürtig war. Sie wurde um den experimentellen 2.000-PS-Motor Pratt & Whitney XR-2800 und einen Hamilton-Standard-Propeller von etwa 13 Fuß konstruiert. Um ein langes, kompliziertes Fahrwerk zu vermeiden, erhielt der Flügel die Form eines invertierten Möwenflügels. Das Museumsexemplar kämpfte bei Bougainville; das Museum kaufte es 1970, brachte es 1976 wieder in die Luft und betrachtet es als die einzige flugfähige F4U-1 des Landes.
Der Veteran berichtet von seiner Ausbildung in Mojave mit den ersten F4U-1 mit Käfigcockpit: zwei Tage, um die Handbuchprüfung zu bestehen, und zwei weitere für die Cockpitprüfung mit verbundenen Augen. Bei seinem ersten Flug musste sein Rottenführer über der Wüste abspringen. Danach ging es über Pearl Harbor und Espiritu Santo, er ging von Ulithi aus an Bord der USS Wasp und nahm an Angriffen auf das Tokio-Gebiet teil. Bei einem davon überraschte ein Zero-Jäger seinen Verband, und ein Freund, Pilot eines Sturzkampfbombers, wurde als im Kampf verschwunden gemeldet.
Wichtige Fakten
Das langhubige Fahrwerk wurde so konstruiert, dass das Flugzeug nicht auf dem Deck abprallte, und es dreht sich beim Einfahren um 90 Grad. Ein Überzugstreifen an der Vorderkante des rechten Flügels bewirkt, dass dieser Flügel zugleich mit dem Wirksamkeitsverlust der Querruder überzieht. Wegen Flatterproblemen wurden die Querruder von der F4U-1 bis zur F4U-7 aus stoffbespanntem Holz gefertigt. Im Flug liegt die Überziehgeschwindigkeit bei etwa 73-75 Knoten. Im Reiseflug mit 200 Knoten verbraucht der Motor 75 bis 80 Gallonen pro Stunde, bei 145 Knoten etwa 45. Die Sendung schreibt den Corsair-Piloten 2.120 Abschüsse gegenüber 189 verlorenen Flugzeugen zu, ein Verhältnis von etwa 11 zu 1. Sie erinnert auch daran, dass Charles Lindbergh das Flugzeug als Zivilist im Kampf flog und dass die Japaner es „pfeifenden Tod" nannten.
