ARTE LA SAGA DU DOUGLAS DC3 AVION DE LÉGENDE
Video des Kanals AIRLINER FRANCE über Douglas DC-3, verlinkt auf der zugehörigen Seite von Above Ten Thousand. Dauer: 52:32. Sprache: Französisch. Videotyp: Dokumentation.
Worum es geht
Eine Fernsehdokumentation, die den Werdegang der Douglas DC-3 von ihrer Einführung bis heute nachzeichnet und dabei Archivmaterial mit Reportagen über jene abwechselt, die sie erhalten: den Schweizer Unternehmer Hugo Mathys, der eine C-47 namens Judy restauriert; die Basler-Werkstatt in Oshkosh, Wisconsin, die sich ganz diesem Flugzeug widmet; die Familie Moss in Florida, Eigentümerin der sechsten je gebauten DC-3, eines ehemaligen Sleeper, den sie in den Zustand von 1936 zurückversetzen will; einen Berliner Verein, der einen „Rosinenbomber" für Passagierflüge vorbereitet, und das Alfred-Wegener-Institut, das eine Maschine in der Arktis einsetzt.
Historischer Kontext
1936 in Kalifornien eingeführt, übertraf sie die auf 15 Passagiere begrenzte Junkers Ju 52 mit doppelt so vielen Sitzen und besseren Flugleistungen. American Airlines, ihr erster Kunde, setzte sie in der Sleeper-Version mit Schlafkabinen ein, die die Ostküste mit drei Zwischenlandungen in etwa 15 Stunden mit Los Angeles verband. Die Schweiz entschied sich 1936 für das Flugzeug, und ihre Fluggesellschaft wurde Douglas' erster europäischer Kunde. Ab 1941 wurden die meisten zivilen Exemplare als C-47 requiriert. Bei der Landung in der Normandie setzten 850 Flugzeuge in einer ersten Welle 17.000 Fallschirmjäger ab und schleppten Lastensegler; der Veteran der 101. Luftlandedivision Ed Shames berichtet vom Sprung unter Flakfeuer. Während der Berlin-Blockade versorgte die Luftbrücke ab Juni 1948 über Korridore von Hamburg und Frankfurt aus 2 Millionen Menschen, und Pilot Gail Halvorsen warf Kindern Schokolade an kleinen Fallschirmen ab. In Vietnam kehrte sie ab 1964 als Kampfflugzeug mit dem Spitznamen Puff the Magic Dragon zurück.
Wichtige Fakten
Bis 1946 wurden rund 16.000 Exemplare gebaut. Die C-47 That's All, Brother, deren Aufnahmen die ersten Bilder der Landung waren, die das amerikanische Publikum sah, tauchte Jahre später im Basler-Depot wieder auf und landete schließlich bei einer amerikanischen Stiftung. Jeder Motor der DC-3 hat 14 Sternzylinder in zwei Reihen mit zusammen 2.400 PS; die neuen Zylinder für Judy kosteten 50.000 Dollar, und die Motoren werden mit Ersatzteilen aus dem Zweiten Weltkrieg zusammengebaut. Seit den 1990er Jahren rüstet Basler sie auf Turboprop mit modernem Cockpit um. Die Polar 6 des Bremer Instituts misst die Dicke des Meereises, die in seinem Untersuchungsgebiet von 2,20 m im Jahr 2001 auf fast die Hälfte sank.
