Lisunov Li-2 Soviet WW2 Transport Aircraft (license-built version of the Douglas DC-3)

modelgrad · 14. Februar 2013 · 11:37 · Dokumentation

Video des Kanals modelgrad über Douglas DC-3, verlinkt auf der zugehörigen Seite von Above Ten Thousand. Dauer: 11:37. Videotyp: Dokumentation.

Worum es geht

Russische Dokumentation über die Li-2, das sowjetische Transportflugzeug, das von der Douglas DC-3 abgeleitet wurde und das der Beitrag als eine der Siegeswaffen im Großen Vaterländischen Krieg darstellt. Sie verfolgt ihren Weg vom Passagierflugzeug zum Militärtransporter, Bomber und Lazarettflugzeug und ihre Rückkehr in den zivilen Dienst nach dem Krieg.

Historischer Hintergrund

Mitte der dreißiger Jahre verfügte die sowjetische Militärluftfahrt über keine eigenen Transportflugzeuge: Man nutzte den Bomber TB-3, der für Frachttransport wenig geeignet war, und die langsame PS-9 mit festem Fahrwerk. 1936 erhielt die UdSSR von Douglas eine DC-3 samt ihrer gesamten technischen Dokumentation. Das Team von Wladimir Mjassischtschew übertrug die Zeichnungen von Zoll auf Millimeter und passte sie an die sowjetischen Festigkeitsnormen an. 1939 begann die Serienfertigung in Chimki unter der Bezeichnung PS-84, dem Kürzel für Passagierflugzeug zusammen mit der Werksnummer. Die Militärversion PS-84K wurde im Mai 1940 erprobt, mit verstärktem Boden, einer breiten Tür auf der linken Seite, einem Ladekran, zweistufigen Trageneinrichtungen und zwei 7,62-mm-Maschinengewehren.

Wichtige Fakten

Die Li-2 beförderte vier Besatzungsmitglieder und 21 Passagiere, mit zwei ASh-62IR-Motoren mit 1.000 PS, 11 t beim Start, 320 km/h, einer Gipfelhöhe von 5.600 m und einer Reichweite von 2.500 km. Zu Kriegsbeginn gab es mehr als 70 PS-84 in der Zivilluftfahrt und etwa 50 bei der Luftwaffe. 1941 entwarf Ingenieur Michail Kulik einen Rückenturm mit Maschinengewehr. Zwischen dem 10. Oktober und dem 21. Dezember brachten diese Flugzeuge 6.000 t Nachschub ins belagerte Leningrad und evakuierten 53.000 Menschen. Ende 1941 wurde das Werk nach Taschkent verlegt. Als Bomber konnte sie zwei 500-kg-Bomben oder vier 250-kg-Bomben tragen. Im September 1942 erhielt sie den Namen Li-2, nach dem Chefingenieur Boris Lisunow. Während des Krieges wurden mehr als 2.300 Exemplare gebaut. Am 9. Mai 1945 brachte eine Li-2 die deutsche Kapitulationsurkunde nach Moskau.