The American Transport Turned Soviet Bomber - Lisunov Li-2

Aviation Deep Dive · 1. Oktober 2023 · 11:03 · Englisch · Dokumentation

Video des Kanals Aviation Deep Dive über Douglas DC-3, verlinkt auf der zugehörigen Seite von Above Ten Thousand. Dauer: 11:03. Sprache: Englisch. Videotyp: Dokumentation.

Worum es geht

Dokumentarfilm über die Lisunov Li-2, die in der Sowjetunion in Lizenz gebaute DC-3. Er erzählt, wie sie vom Passagierflugzeug zum militärischen Transporter, Nachtbomber und Evakuierungsflugzeug wurde.

Historischer Hintergrund

Die UdSSR erhielt 1935 eine DC-2. Im April 1936 bestellte sie 21 DC-3 und kaufte im Juli die Fertigungslizenz. Boris Pawlowitsch Lisunow reiste mit einer Gruppe von Ingenieuren in die USA, um die Dokumentation von Douglas zu übersetzen. Die Arbeit dauerte fast drei Jahre, und die Anpassung der Konstruktion an metrische Einheiten erforderte 1.293 Änderungen. Das Flugzeug hatte zwei ASh-62-Sternmotoren mit 900 PS, weniger leistungsstark als die Pratt & Whitney R-1830 der DC-3. Es ging Ende 1939 als PS-84 für 14 bis 28 Passagiere in Produktion, und Mitte 1941 gab es 72 Exemplare. Nach dem deutschen Überfall im Juni 1941 wechselte es unter dem Namen Li-2 in den Militärdienst, und die Produktion wurde nach Osten verlegt.

Wichtige Daten

Die Militärversion trug einen Rückenturm mit einem 7,62-mm-MG ShKAS, später ersetzt durch ein 12,7-mm-UBT, sowie zwei seitliche Waffen. Bei der Belagerung von Leningrad transportierten die Li-2 5.000 t Fracht und evakuierten 50.000 Menschen, darunter 9.000 verwundete Soldaten. 1942 erschien die Variante Li-2WW mit einem für ein Bug-MG vorbereiteten Rumpfbug. In jenem Sommer wurden unter dem Rumpf Halterungen für vier 250-kg-Bomben angebracht. Als Nachtbomber flog sie vor allem über Stalingrad, obwohl ihre Hauptaufgabe der Transport und das Absetzen von Fallschirmjägern war. Lisunow erhielt den Leninorden und den Orden des Roten Sterns. Die Produktion erreichte 1944 627 und 1945 458 Einheiten. Sie lief bis 1954 weiter und überschritt 6.000 Exemplare in 16 Varianten. Nach dem Krieg diente die Li-2 in Bulgarien, der Tschechoslowakei, Ungarn und Rumänien, in China bis 1986 und in Nordkorea.