The DC3 Miracle Landing That Defied All Logic
Video des Kanals Banijay Adventure über Douglas DC-3, verlinkt auf der zugehörigen Seite von Above Ten Thousand. Dauer: 46:07. Sprache: Englisch. Videotyp: Dokumentation.
Worum es geht
Dokumentarfilm über die Douglas DC-3, der ihre Entstehung, ihren kommerziellen Erfolg, ihre Umwandlung in den militärischen Transporter C-47 und ihr langes späteres Leben nachzeichnet. Er beginnt mit einer Episode vom August 1957: Über Missouri geht einem Flugzeug der Air Force der Treibstoff aus, die Besatzung springt mit dem Fallschirm ab, und die Maschine landet ohne jemanden an Bord unbeschädigt. Zu Wort kommen ein Fallschirmjäger der 82. Luftlandedivision, ein Pilot vom D-Day, eine TWA-Stewardess, eine Berlinerin, die die Blockade erlebte, und ein Pilot, der noch immer eine Fracht-DC-3 fliegt.
Historischer Hintergrund
1932 schreibt Jack Fry, Chef der TWA, an Donald Douglas und bittet um ein Flugzeug, das mit der Boeing 247 konkurrieren kann, von der United 59 Exemplare bestellt hatte. Der Absturz eines TWA-Flugzeugs 1931 in Kansas, bei dem Trainer Knute Rockne starb, hatte die Fluggesellschaft dazu gebracht, drei Motoren zu verlangen. Ingenieur Arthur Raymond schlägt ein zweimotoriges Flugzeug vor, die DC-1, die Charles Lindbergh, technischer Berater der TWA, skeptisch aufnimmt. Mehr als 200 Tests im Windkanal von Caltech führen zu einem leicht gepfeilten Flügel, zu Verkleidungen am Übergang von Flügel und Rumpf und zu Landeklappen. Die DC-1 geht nie in Serienproduktion; im Mai 1934 erscheint die DC-2 mit 14 Plätzen. Danach bestellt C.R. Smith von American Airlines zehn Schlafwagenflugzeuge mit 14 Betten für 795.000 Dollar; um sie unterzubringen, wird der Rumpf verbreitert. Durch den Austausch der Betten gegen Sitze entsteht die DC-3, mit 50 % mehr Passagieren und nur 3 % mehr Verbrauch, was sie zum ersten profitablen Linienflugzeug macht.
Wichtige Fakten
Die DC-3 verkürzt die 25 Stunden, die eine Überquerung der USA bis dahin kostete, fast um die Hälfte, und bis 1939 waren schon 350 Exemplare gebaut. Im Zweiten Weltkrieg wird sie zur C-47 (bei der RAF Dakota genannt), mit Frachttür und verstärktem Boden; 1944 verlässt alle 34 Minuten eine die Fertigungslinie. Am Vorabend des D-Day fliegen 821 in der ersten Welle, und nur 21 kehren nicht zurück; als Lazarettflugzeuge evakuieren sie rund dreiviertel Million Verwundete. Bei der Berliner Luftbrücke landen die ersten C-47 am 26. Juni 1948; es gibt 25 Unfälle und 101 Tote, bis die Blockade im Mai 1949 aufgehoben wird. Sie dient auch in Korea und Vietnam. 1946 wird die letzte DC-3 gebaut, und 1.500 sind noch im Einsatz, viele in den Händen kleiner Regionalfluggesellschaften; manche transportieren weiterhin Frachtgut, etwa jene, die 1.300 Tonnen pro Jahr zur Insel Catalina bringt.
