Showa L2D | japońska Dakota

Balszoi · 29. Dezember 2024 · 17:05 · Dokumentation

Video des Kanals Balszoi über Douglas DC-3, verlinkt auf der zugehörigen Seite von Above Ten Thousand. Dauer: 17:05. Videotyp: Dokumentation.

Worum es geht

Polnischsprachige Dokumentation über die Showa L2D, die japanische Lizenzversion der Douglas DC-3 und ihres militärischen Derivats, der C-47. Sie geht darauf ein, warum Japan auf das amerikanische Flugzeug zurückgriff, wie es gebaut wurde, welche Varianten es gab und wie es im Zweiten Weltkrieg eingesetzt wurde.

Historischer Kontext

Mitte der 1930er Jahre plante das japanische Heer, Luftlandetruppen in großem Umfang einzusetzen, verfügte aber über kein geeignetes Transportflugzeug: 1940 konnte es nur 750 Fallschirmjäger einsetzen. Nachdem Japan DC-2 aus importierten Teilen gebaut hatte, erwarb es über Mittelsmänner in Hongkong und Kanada 22 DC-3, um die westlichen Sanktionen zu umgehen. Die erste traf am 6. Dezember 1937 ein. Die Fertigungslizenz wurde am 24. Februar 1938 unterzeichnet und ging an Showa aus dem Mitsui-Konzern, da Nakajima als Rüstungshersteller unter Sanktionen stand.

Wichtige Fakten

Die erste in Japan montierte DC-3 stammt aus dem Jahr 1939, die erste dort vollständig gebaute aus dem Juni 1941. Die Marine bezeichnete sie als L2D1. Nakajima musste sich an der Produktion beteiligen und baute Mitsubishi-Kinsei-Motoren ein. Die L2D2 flog am 15. Juli 1941. Die L2D2-L erhielt eine doppelte Frachttür und eine Winde, die L2D4 defensive Bewaffnung. Von der aus Holz und Stahl gefertigten L2D5 wurden Teile in der Nähe von Tokio gefunden, doch es ist nicht belegt, dass eine fertiggestellt wurde. Üblicherweise werden 416 bei Showa gebaute Exemplare genannt, plus 71 von Nakajima und 27 importierte. Die Alliierten nannten sie „Tabby". Das Fliegerass Nishizawa starb als Passagier einer L2D, die von F6F-Jägern abgeschossen wurde. Nach dem Krieg gab es Exemplare in Französisch-Indochina, und eines diente Sukarno.