Vulcan Bomber - United Kingdom Nuclear Bomber
Video des Kanals History Documentary über Avro Vulcan, verlinkt auf der zugehörigen Seite von Above Ten Thousand. Dauer: 45:39. Sprache: Englisch. Videotyp: Dokumentation.
Worum es geht
Britische Dokumentation über die Avro Vulcan, die ihre Einsatzgeschichte – erzählt von ehemaligen Besatzungsmitgliedern und vom Schriftsteller und früheren RAF-Piloten Frederick Forsyth – mit der Restaurierung der XH558 in Bruntingthorpe verbindet, um sie wieder flugfähig zu machen.
Historischer Kontext
Der Journalist Peter March erinnert sich an die Vorstellung der Vulcan auf der Farnborough-Luftfahrtschau im September 1952. Geflogen wurde sie von Roly Falk, der sie sogar öffentlich rollte. Die RAF hatte einen Bomber gefordert, der von überall aus operieren und Ziele in 1.700 Meilen Entfernung angreifen konnte. Die erste Serienversion, die B.1, flog Anfang 1955, und die B.2 zeichnete sich durch ihre größere Spannweite aus. Während der Kubakrise im Oktober 1962 waren die Vulcans Teil der nuklearen Antwort. Der Elektronikoffizier Mike Pearson beschreibt die Alarmzustände: vier bewaffnete Flugzeuge am Startbahnkopf, die Besatzung 24 Stunden in voller Ausrüstung und Starts in einer Minute und 40 Sekunden. Nach dem Abschuss von Gary Powers' U-2 im Jahr 1960 ging man zu Tiefangriffen unter 250 Fuß über, und in den Siebzigerjahren führten einige Maschinen mit der 27 Squadron Seeaufklärung durch. Der Abbau der Flotte begann mit der Auflösung der 230 OCU in Scampton am 31. August 1981. Nach der argentinischen Invasion vom 2. April 1982 wurde der Rückzug ausgesetzt und die Besatzungen übten konventionelles Bombardieren und Luft-Luft-Betankung, mit Schläuchen, deren ausgetrocknete Dichtungen Treibstoff verloren. Die Black-Buck-Einsätze starteten vom Flugplatz Wideawake auf Ascension gegen die Landebahn von Port Stanley: rund 8.000 Meilen Hin- und Rückflug, mit fünf Betankungen durch Victor-Tanker auf dem Hinflug. Der erste Angriff fand am 1. Mai 1982 statt, der siebte und letzte am 11. und 12. Juni. Die Schäden waren gering, aber kein argentinischer Jäger konnte in Port Stanley landen.
Wichtige Fakten
David Walton, Eigentümer von Bruntingthorpe, bot 25.000 Pfund für die XH558 und kaufte 1993 sämtliche verfügbaren Ersatzteile, Handbücher und Unterlagen. 1997 schlug ein von Robert Pleming geleitetes Team vor, sie wieder flugfähig zu machen. Die Vulcan Operating Company folgte dem Wartungsprogramm der RAF mit einer erweiterten Inspektion und modernen zerstörungsfreien Verfahren und baute Triebwerke ein, die 1982 von Rolls-Royce überholt und 1995 erworben worden waren. Der Heritage Lottery Fund steuerte etwa 2,7 Millionen Pfund bei, die Mitglieder des Förderclubs rund 2,8 Millionen. Im Juli 2006 brachte eine Liquiditätskrise das Projekt fast zum Scheitern. In weniger als vier Wochen kamen 1,2 Millionen zusammen, davon 500.000 von Jack Hayward und 700.000 von den Mitgliedern, rechtzeitig für den Roll-out am 31. August. Die Dokumentation endet mit dem Besuch von Baroness Thatcher, den Rolltests und der Starterlaubnis für die XH558.
