The SPIRIT of BRITAIN - AVRO VULCAN bomber! Explained by CAPTAIN JOE

Captain Joe · 24. Oktober 2019 · 12:45 · Englisch · Dokumentation

Video des Kanals Captain Joe über Avro Vulcan, verlinkt auf der zugehörigen Seite von Above Ten Thousand. Dauer: 12:45. Sprache: Englisch. Videotyp: Dokumentation.

Worum es geht

Aufnahmen aus dem Avro Heritage Museum auf dem Gelände des früheren Flugplatzes Woodford im Vereinigten Königreich, vor einem Vulcan B2. Das Video behandelt die Entstehung des Bombers, seine Rolle im Kalten Krieg, seinen bekanntesten Einsatz und seinen heutigen Zustand.

Historischer Kontext

Die Vulcan war ein strategischer Höhenbomber mit Deltaflügel und ohne Höhenleitwerk. Sie wurde von 1956 bis 1984 von der Royal Air Force eingesetzt. Zusammen mit der Vickers Valiant und der Handley Page Victor bildete sie die V-Bomber-Streitmacht, die im Juni 1964 mit 50 Valiant, 70 Vulcan und 39 Victor ihren Höchststand erreichte. Roy Chadwick, der Konstrukteur der Lancaster, war ihr Chefkonstrukteur. Sie erfüllte die Spezifikation B.35/46: eine 10.000-Pfund-Bombe über 1.500 nautische Meilen bei 500 Knoten und in 35.000 bis 50.000 Fuß Höhe zu tragen, oder eine konventionelle Last von 20.000 Pfund. Die erste B1 kam 1956 zur RAF, die B2 folgte 1960. Während des Kalten Krieges mussten die Staffeln innerhalb von vier Minuten in der Luft sein, und während der Kubakrise im Oktober 1962 standen Flugzeuge mit laufenden Triebwerken auf der Startbahn.

Wichtige Fakten

1982, nach der von Leopoldo Galtieri befohlenen argentinischen Invasion der Falklandinseln, stellte die RAF die Luftbetankungsfähigkeit der Vulcan innerhalb von drei Wochen wieder her. Von der Insel Ascension aus betankten elf Victor eine einzige Vulcan, die sich dem Radar entzog, indem sie auf 300 Fuß sank. Vor dem Ziel stieg sie auf 10.000 Fuß und warf 21 Bomben ab; die erste traf die Landebahn von Stanley. Es war einer der letzten bedeutenden Einsätze der B2. Zwischen 1984 und 2015 flogen noch einige Exemplare bei Flugshows; die letzte war die XH558, „Spirit of Britain", die mit 2,5 Millionen Pfund aus Spenden der Öffentlichkeit flugfähig gehalten wurde. Ihre vier Olympus-Triebwerke erzeugten das charakteristische Heulen. Heute darf sie nicht mehr fliegen: Die Luftfahrtbehörde verweigert ihr die Lufttüchtigkeit, da ihre Hydrauliksysteme keine Redundanz besitzen.