The Avro Vulcan Strategic Bomber - Overview
Video des Kanals Johnny Johnson über Avro Vulcan, verlinkt auf der zugehörigen Seite von Above Ten Thousand. Dauer: 9:02. Sprache: Englisch. Videotyp: Dokumentation.
Worum es geht
Allgemeiner Überblick über die Avro Vulcan, den britischen strategischen Deltaflügel-Bomber. Neben ihrer Einsatzgeschichte behandelt das Video auch ihre Auftritte im Kino, etwa in „Satellite in the Sky" (1956) und „James Bond 007 – Feuerball" (1965), sowie in Videospielen.
Historischer Kontext
Avro entwarf sie nach der Spezifikation B.35/46, die ein nuklearwaffenfähiges Flugzeug forderte, das die Sowjetunion von britischen und alliierten Stützpunkten aus erreichen konnte, außerhalb der Reichweite der Luftverteidigung. Sie war einer der drei V-Bomber der RAF und der technisch fortschrittlichste, was sie zugleich zum riskantesten machte. Der Deltaflügel wurde mit verkleinerten Testflugzeugen, den Avro 707, erprobt. Der erste Flug in Originalgröße im August 1952 verlief erfolgreich, und noch im selben Jahr wurde das Flugzeug in Farnborough vorgestellt. Dieses Exemplar ging 1958 bei einer Vorführung auf RAF Syerston durch einen Strukturschaden verloren. Die RAF setzte die Vulcan von 1956 bis 1984 ein. Die B1 kam 1956, gefolgt 1960 von der B2 mit stärkeren Triebwerken, größerem Flügel und elektronischen Gegenmaßnahmen. Ab 1962 standen bewaffnete Flugzeuge in Alarmbereitschaft und mussten innerhalb von vier Minuten starten können. Mitte der 1960er-Jahre wechselte die Vulcan zu Tiefflug, um Radaranlagen zu entgehen.
Wichtige Fakten
Die B2 erreichte 1.037 km/h und hatte eine Reichweite von 7.400 km. Im Falklandkrieg 1982 starteten die Black-Buck-Einsätze von der Insel Ascension zu etwa 16-stündigen Hin- und Rückflügen. Drei griffen die Landebahn und die Anlagen von Stanley an, zwei weitere richteten sich mit Shrike-Raketen gegen Radarstationen. Ein Flugzeug musste wegen Treibstoffmangels in Brasilien landen. Mitte der 1970er-Jahre wurden neun Flugzeuge zur Seeaufklärung umgerüstet (B2 MRR), und am Ende ihrer Dienstzeit wurden sechs zu K2-Tankflugzeugen umgebaut. Von den 134 gebauten Exemplaren sind 19 erhalten. Die originalgroße Nachbildung, die für „Feuerball" gebaut wurde, wurde mit Sprengstoff gesprengt und ist heute ein Tauchspot nahe Nassau.
