Inside The Cockpit - Avro Vulcan B.2
Video des Kanals Military Aviation History über Avro Vulcan, verlinkt auf der zugehörigen Seite von Above Ten Thousand. Dauer: 24:55. Sprache: Englisch. Videotyp: An Bord.
Was gezeigt wird
Ein Rundgang durch das Innere der Vulcan B.2 des Royal Air Force Museum in London, dem ein Rückblick auf die Geschichte des Flugzeugs vorausgeht. Zuerst wird das hintere Besatzungsabteil gezeigt, mit den Arbeitsplätzen des Radarnavigators, des Navigators/Plotters und des Elektronikoffiziers (AEO), danach das Cockpit der beiden Piloten. An den hinteren Arbeitsplätzen fehlen viele Instrumente, da sie aus der Flotte ausgebaut wurden, damit die fünf im Falklandkrieg eingesetzten Vulcans fliegen konnten.
Gezeigte Details
Der Radarnavigator ist für Funk und Bombenabwurf mit einem Bombenrechner zuständig, während der AEO die Gegenmaßnahmen und ein Periskop zur Kontrolle des Abwurfs bedient. Unter dem Tisch befinden sich Essenswärmer, und es gibt nur zwei kleine Fenster, um den Kontrast des Radarschirms zu wahren und vor dem nuklearen Blitz zu schützen. Unter dem Sitz des Copiloten befindet sich der visuelle Bombenzielstand Mk 1, der später als Stauraum diente und während des Falklandkriegs die Omega-Navigationsausrüstung aufnahm. Um in vier Minuten startklar zu sein, startete ein einziger Schalter alle vier Olympus-Triebwerke gleichzeitig. Der Steuerknüppel wird gedrückt und gezogen statt geschwenkt, der Machmeter erreicht Mach 1,3, und es gibt Elevon-Anzeigen, eine Notabwurfvorrichtung für die Turbine, Löschtasten pro Triebwerk und Blendschutzvorhänge. Die Piloten haben Martin-Baker-Schleudersitze, die drei hinteren Besatzungsmitglieder verlassen das Flugzeug manuell.
Hintergrund
Die Vulcan entstand aus der Spezifikation B.35/46 und wurde mit den Avro 707 getestet, verkleinerten Deltaflugzeugen mit 51° Pfeilung, von denen eines 1949 abstürzte und den Piloten tötete. Die RAF bestellte die B Mk 1 1952 und übernahm sie 1956, mit der 230 OCU und der No. 83 Squadron als ersten Einheiten; zusammen mit der Victor und der Valiant bildete sie die V-Force. Der Prototyp VX770 zerbrach bei einem tiefen Überflug. Ab 1963 trug die B.2 die Blue-Steel-Rakete, doch die sowjetische Luftabwehr zwang sie zum Tiefflug, die Royal Navy übernahm die nukleare Abschreckung, und der Tornado löste sie allmählich ab. 1982, kurz vor der Ausmusterung, kehrte sie im Falklandkrieg in den Einsatz zurück, mit wieder eingebauten Tankstutzen – einer davon aus einem Museum in den USA – und einem sechsten Besatzungsmitglied, das den Piloten bei der Luftbetankung anleitete.
