Vulcan Bomber Return to the Skies x264
Video des Kanals Scott Lester über Avro Vulcan, verlinkt auf der zugehörigen Seite von Above Ten Thousand. Dauer: 45:39. Sprache: Englisch. Videotyp: Dokumentation.
Worum es geht
Fernsehdokumentation über das Projekt, die Avro Vulcan XH558 wieder flugfähig zu machen, durchsetzt mit der Geschichte des Bombers: seiner Konstruktion, seiner Rolle in der nuklearen Abschreckung des Kalten Krieges und den Black-Buck-Einsätzen im Falklandkrieg. Es kommen Ingenieure, ehemalige Besatzungsmitglieder, Projektverantwortliche und der Schriftsteller Frederick Forsyth zu Wort.
Historischer Kontext
Nach dem Zweiten Weltkrieg forderte die RAF einen Bomber, der eine schwere Last mit hoher Geschwindigkeit und in großer Höhe gegen weit entfernte Ziele tragen konnte. Die Vulcan, einer von drei Finalisten, flog am 3. August 1952 zum ersten Mal und wurde im September in Farnborough vom Testpiloten Roly Falk vorgestellt, der sie später sogar im Vorführflug rollte. Die Serien-B.1 flog Anfang 1955; die B.2 behielt Rumpfbug, Rumpf und Seitenleitwerk, erhielt aber eine größere Spannweite und eine veränderte Vorderkante. Im Kalten Krieg standen vier bewaffnete Maschinen am Startbahnkopf bereit, mit dem Ziel, innerhalb von etwa einer Minute vierzig Sekunden zu starten; die Kubakrise vom Oktober 1962 markierte den Moment der größten Spannung. Der Abschuss der U-2 von Gary Powers 1960 führte zum Wechsel auf Tiefflugangriffe. Danach setzte die No. 27 Squadron die Vulcan für die maritime Radaraufklärung ein.
Die 230 Operational Conversion Unit wurde am 31. August 1981 in Scampton aufgelöst, und die übrigen Staffeln sollten im Juni 1982 geschlossen werden, doch die argentinische Invasion vom 2. April 1982 verschob die Ausmusterung. Das Training zur Luftbetankung war wegen ausgetrockneter Dichtungen an den Sonden riskant. Der erste Angriff am 1. Mai überzeugte Argentinien, keine Jäger in Port Stanley zu stationieren; die siebte und letzte Mission am 11. und 12. Juni warf Bomben mit Luftsprengung ab.
Wichtige Fakten
David Walton, Eigentümer des Flugplatzes Bruntingthorpe, ersteigerte die XH558 für 25.000 Pfund und kaufte 1993 zusätzlich Ersatzteile, Handbücher und Unterlagen. 1997 schlug ein von Robert Pleming geleitetes Team vor, sie wieder flugfähig zu machen. Die Restaurierung prüfte die Struktur mit zerstörungsfreien Verfahren und einem Boroskop, untersuchte die Verkabelung und nutzte Triebwerke, die 1982 von Rolls-Royce überholt worden waren. Erwartet wurden zwischen 3 und 3,5 Millionen Pfund: Der Heritage Lottery Fund steuerte 2,734 Millionen bei, fast 20.000 Unterstützer rund 2,8 Millionen. Im Juli 2006 benötigte das Projekt binnen vier Wochen 1,2 Millionen Pfund und erreichte dies mit 500.000 Pfund von Jack Hayward und 700.000 Pfund von Unterstützern, rechtzeitig zum Roll-out am 31. August. Die Dokumentation endet mit dem Besuch von Margaret Thatcher, Schnellrolltests und dem Start des Flugzeugs.
