Up In The Air: The Eurofighter Typhoon Backseat Ride
Video des Kanals Eurofighter Typhoon über Eurofighter Typhoon, verlinkt auf der zugehörigen Seite von Above Ten Thousand. Dauer: 31:26. Sprache: Englisch. Videotyp: An Bord.
Was gezeigt wird
Das Video begleitet Flo, Moderator der Fighter Show, bei seinem ersten Flug auf dem Rücksitz eines Eurofighter Typhoon der deutschen Luftwaffe. Geflogen wird er vom Vorführpiloten mit dem Rufzeichen „Noble". Gezeigt wird der gesamte Tagesablauf: das Treffen auf der Basis, das Missionsbriefing unter dem Rufzeichen „Metal", die Freigabe durch den Fliegerarzt, die Ausrüstung, die Außeninspektion des Flugzeugs, das Anlassen, das Rollen, der Start, der Flug und die Rückkehr.
Gezeigte Details
Im Briefing wird ein Überschall-Abfangeinsatz gegen das Alarmrotten-Paar (QRA) angekündigt, ein Streckenabschnitt in enger Formation auf rund einen Meter und ein weiterer im Tiefflug auf etwa 500 Fuß über Grund und rund 420 Knoten. Außerdem wird das operative Risikomanagement (Schlaf, Stress, Ablenkungen) besprochen, und Ramstein wird wegen schlechten Wetters in Lechfeld als Ausweichflugplatz festgelegt. Bei der Außeninspektion prüft der Pilot die Canards, die vierfach redundanten Luftdatensonden, die Lufteinläufe, das Bugfahrwerk, einen dritten Außentank, den im Debriefing verwendeten Flugprofilrekorder, die leeren Täuschkörperwerfer, die beiden EJ200-Triebwerke mit 90 kN, den Bremsschirm, den Nothaken, einen Übungsflugkörper und die Patronen zum Abwerfen der Tanks. Im Cockpit wird der Schleudersitz Martin-Baker Mk 16A erwähnt, ebenso die letzte Kontrolle vor dem Einrollen auf die Startbahn. Nach dem Start von Bahn 27 mit Nachbrenner steigt das Flugzeug über Flugfläche 260, die deutsche Grenze für Überschallflug, und durchbricht die Schallmauer, ohne dass im Cockpit etwas zu spüren ist. Danach fängt es die beiden Typhoon ab und fliegt dicht neben ihnen. Der Pilot übergibt dem Passagier für einige Rollbewegungen die Steuerung und sinkt anschließend auf 500 Fuß zwischen den Bergen. Der Flug endet mit einem Überflug über die Basis und der Landung.
Kontext
Der Pilot erklärt, dass der Typhoon so konzipiert wurde, dass ein einzelner Pilot ihn leicht fliegen und gleichzeitig Waffeneinsatz und Navigation steuern kann – Aufgaben, die früher einem dahinter sitzenden Waffensystemoffizier oblagen. Die enge Formation wird geübt, um ein anderes Flugzeug bei schlechtem Wetter oder ohne Funk zurückführen zu können, und der Tiefflug dient dazu, unterhalb der Radarabdeckung zu fliegen. Beschrieben wird auch der QRA-Alarmdienst: zwei Eurofighter rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr, ständig in Neuburg einsatzbereit, um den Luftraum Süddeutschlands zu schützen, mit rund 15 Minuten bis zum Start.
