Battle Stations - SR-71 Blackbird Stealth Plane - Full Documentary

Molo · 5. Dezember 2015 · 1:04:01 · Englisch · Dokumentation

Video des Kanals Molo über Lockheed SR-71 Blackbird, verlinkt auf der zugehörigen Seite von Above Ten Thousand. Dauer: 1:04:01. Sprache: Englisch. Videotyp: Dokumentation.

Worum es geht

Dokumentarfilm der Serie Battle Stations über die Lockheed SR-71 Blackbird, das strategische Aufklärungsflugzeug der US-Luftwaffe. Er kombiniert Archivmaterial, Nachstellungen und Aussagen von Besatzungsmitgliedern. Am Ende steht ein ausführliches Interview mit einem ehemaligen Geschwaderkommandeur, der fast neun Jahre lang die U-2 geflogen hatte und zwischen 1973 und 1975 das Kommando führte. Im letzten Teil ist ein zeitgenössischer USAF-Film über das Programm enthalten.

Historischer Hintergrund

Ausgangspunkt ist die U-2, entwickelt in Kelly Johnsons Skunk Works, die seit 1956 die Sowjetunion überflog. Sowjetische Radaranlagen verfolgten sie, und am 1. Mai 1960 schoss eine SA-2-Rakete Powers' Flugzeug ab. Für den Nachfolger war ein deutlich schnelleres und höher fliegendes Flugzeug nötig. Die Hitze beim Flug mit Mach 3 erzwang den Bau der Zelle aus Titan. Zur Verringerung der Radarsignatur wurden spezielle Formen mit radarabsorbierenden Verbundwerkstoffen kombiniert, die etwa 20 % der Oberfläche bedeckten. Der Erstflug fand am 22. Dezember 1964 mit Robert Gilliland am Steuer statt: Er dauerte etwas mehr als eine Stunde und überschritt 1.000 mph. 1966 traf die erste SR-71 auf der Beale Air Force Base ein; das erste Flugzeug des 9. Geschwaders war eine SR-71B als Trainer. An Bord waren Pilot und Aufklärungssystemoffizier (RSO), beide in Druckanzügen. Die J58-Triebwerke wurden mit Triethylbor gestartet.

Wichtige Fakten

Der erste Einsatzflug startete am 21. März 1968 von Kadena mit Ziel Vietnam. Während des Jom-Kippur-Krieges startete die Giant-Reach-Mission vom 12. Oktober 1973 mit Jim Shelton von Griffiss und dauerte 11 Stunden und 20 Minuten mit sechs Luftbetankungen. Acht weitere Missionen folgten. 1974 stellte die SR-71 den Rekord zwischen New York und London mit 1 h 55 min 42 s auf und setzte auch eine Bestzeit zwischen London und Los Angeles. Im April 1986 starteten Brian Shul und sein RSO Walter von Mildenhall, um in Libyen die Schäden des F-111-Angriffs zu fotografieren, und wichen dabei einer Rakete aus. Wegen der hohen Kosten wurde das Flugzeug Ende der 1980er Jahre ausgemustert; der Abschiedsflug fand am 20. Dezember 1989 in Burbank statt. Laut dem Dokumentarfilm wurden mehr als 4.000 Raketen auf die SR-71 abgefeuert, ohne eine abzuschießen, und kein Besatzungsmitglied kam durch Feindbeschuss um.