360° SR-71 Cockpit Tour & Discussion
Video des Kanals Air Zoo über Lockheed SR-71 Blackbird, verlinkt auf der zugehörigen Seite von Above Ten Thousand. Dauer: 52:59. Sprache: Englisch. Videotyp: An Bord.
Was gezeigt wird
Zwei ehemalige Besatzungsmitglieder der SR-71 Blackbird, Fluglehrer Jerry Glasser und Aufklärungsoffizier (RSO) Doug, führen das Publikum eines Museums durch die beiden Cockpits des operativen A-Modells. Zunächst zeigen sie den hinteren Sitz anhand von Dias, da dem ausgestellten Cockpit dort Teile fehlen, und anschließend den vorderen Sitz mit einer 360-Grad-Ansicht, die sich Panel für Panel von links nach rechts erweitert. Sie vergleichen beide mit der zweisitzigen Trainingsvariante B, von der es nur ein Exemplar gab und die keine Sensoren trug.
Gezeigte Details
Der RSO vereinte die Funktionen von Kopilot, Flugingenieur, Navigator und Sensoroperator. An seinem Platz befanden sich UHF-, HF- und VHF-Funkgeräte, die projizierte bewegliche Karte, das nach unten gerichtete Sichtgerät, TACAN und IFF, der Schwerpunktanzeiger und das Astro-Inertial-Navigationssystem von Northrop, das drei Sterne verfolgte: Ging es bei einem Einsatz verloren, musste umgekehrt werden. Die Nasenkamera mit optischem Balken (OBC) war der einzige manuell bediente Sensor. Am vorderen Platz fallen die Schubregler mit Ladungszählern für Triethylboran (16 pro Triebwerk) zum Start und zur Nachbrennerzündung auf, die manuellen Steuerungen für Einlasskegel und -klappen, die Dreifachanzeige (TDI) für äquivalente Fluggeschwindigkeit, Höhe und Mach-Zahl, der Einlass-Erholungsdruckanzeiger, die 49 Warnleuchten, die sechs Treibstofftanks und das DAFICS-System, das die Nicklage nicht automatisch hielt. Alle Instrumente sind analog: Laut Glasser hätte ein Glascockpit der Hitze nicht widerstanden.
Kontext
Die Sprecher betonen, dass die Besatzung die Vorflugkontrolle nicht selbst durchführte – das übernahm das Wartungspersonal – und dass das Flugzeug vollständig von KC-135-Tankern abhing. Sie erinnern sich an die Windschutzscheibe mit etwa 620 °F bei Mach 3,2, das auf 26.000 Fuß druckbeaufschlagte Cockpit, den flüssigen Stickstoff zur Inertisierung der Tanks, ohne den das Flugzeug nicht über Mach 2,6 hinauskam, und eine Treibstoffkapazität von etwa 81.000 Pfund. Doug beschreibt die Auswahl, eine Woche Tests auf der Beale Air Force Base, das Ausbildungsjahr und einen 11,2-stündigen Einsatz mit fünf Luftbetankungen von Kadena bis zur Straße von Hormus im Sommer 1987.
