DC 7C: The Seven Seas Solution
Video des Kanals AeroDinosaur über Douglas DC-7, verlinkt auf der zugehörigen Seite von Above Ten Thousand. Dauer: 1:15:04. Sprache: Englisch. Videotyp: Dokumentation.
Worum es geht
Dokumentarfilm, produziert von John A. Reed und im September 1992 auf VHS veröffentlicht, 2023 mit zusätzlichem Material neu geschnitten. Er verbindet die Geschichte der Douglas DC-7C mit einem im März 1992 gefilmten Frachtflug vom Klappsitz der Kabine der DC-7CF N869TA, betrieben von der Fluggesellschaft Trans-Air-Link aus Miami. Laut dem Autor war es die letzte DC-7, die noch nach der Part-121-Vorschrift im Linienverkehr eingesetzt wurde. Die neu geschnittene Fassung enthält zudem die vollständige Geschichte dieses Flugzeugs vor seiner Ankunft in der Karibik.
Historischer Kontext
Die DC-7 stützte sich auf das Triebwerk Wright R-3350, das von 2.200 PS bei der B-29 auf 3.400 PS gesteigert wurde. Die Turbo-Compound-Variante fügte drei Leistungsrückgewinnungsturbinen hinzu, die die Abgase nutzten und jeweils etwa 150 PS beisteuerten. Sie debütierte 1950 bei der P2V Neptune und stattete später 1953 die L-1049C von KLM und die DC-7 von American aus. Die DC-7B von 1955 erreichte 4.200 Meilen. Die DC-7C trat im Juni 1956 bei Pan Am in Dienst: Sie hatte eine um 10 Fuß größere Spannweite, eine Reichweite von etwa 5.000 Meilen und ein Höchstgewicht von 143.000 lb, was ihr nonstop Atlantiküberflüge ermöglichte. Es wurden 216 DC-7 und DC-7B sowie 121 DC-7C gebaut. Die Produktion endete 1958, und die 707 und die DC-8 verdrängten sie bald.
Die N869TA wurde Mitte 1957 mit dem Kennzeichen PH-DSI an KLM ausgeliefert und 1962 zum Frachter umgebaut. Im Februar 1969 ging sie an die irische Aer Turas (EI-ATV), und im Mai desselben Jahres kaufte sie Jack Malloch, der sie als TR-LNZ (Afretair) für die Biafra-Luftbrücke registrierte. Sie flog von Libreville mit Zwischenstopp in São Tomé zur Landebahn von Uli. Später flog sie für Air Trans Africa und zwischen 1977 und 1980 für die rhodesische Luftwaffe, die sie zum Abwerfen von Fallschirmjägern nutzte. Malloch starb 1982 beim Steuern einer Spitfire Mk 22. Im selben Jahr brachte La Mancha Air das Flugzeug über Brasilien nach Miami, und Trans-Air-Link kaufte es 1985.
Wichtige Fakten
1992 flog das Flugzeug mit einem auf 129.000 lb reduzierten Höchstgewicht, die Triebwerke waren auf 2.800 PS begrenzt, weil es keinen 115/145-Kraftstoff mehr gab, und mit einer praktischen Gipfelhöhe von etwa 15.000 ft. Die gefilmte Rotation führte über Miami, St. Maarten, St. Croix, St. Thomas, San Juan, Borinquen und zurück nach Miami: etwa 2.200 nautische Meilen in fast 30 Stunden. Die Besatzung bestand aus dem gebürtig schweizerischen Kapitän Jacques, dem Ersten Offizier Kai und dem Flugingenieur George Álvarez. Während der Reise behoben sie zwei Störungen: eine Sicherung des Propellersynchronisierers in San Juan und einen hydraulischen O-Ring in Borinquen, den sie durch einen aus einem DC-8-Ersatzteilkit ersetzten.
