Lockheed U-2 | Самый знаменитый секретный агент

SkyShips · 15. Dezember 2020 · 37:50 · Dokumentation

Video des Kanals SkyShips über Lockheed U-2, verlinkt auf der zugehörigen Seite von Above Ten Thousand. Dauer: 37:50. Videotyp: Dokumentation.

Worum es geht

Russischsprachige Dokumentation über die Lockheed U-2 „Dragon Lady", das Höhenaufklärungsflugzeug, das in rund 20 km Höhe operiert. Sie beleuchtet ihre Entstehung, ihre technischen Merkmale, die Schwierigkeiten beim Fliegen und ihre lange Einsatzgeschichte, von den Flügen über der Sowjetunion bis zum heutigen Einsatz.

Historischer Kontext

Nach dem Zweiten Weltkrieg spionierten die USA die UdSSR mit Aufklärungsversionen von Bombern aus, zunächst der RB-36 und dann der RB-47, die zunehmend Jägern wie der MiG-17 und der MiG-19 ausgesetzt waren. So entstand die Idee eines eigenen Flugzeugs, dessen Schutz die Flughöhe sein sollte. Gegenüber Vorschlägen von Martin (RB-57), Fairchild und Bell setzte sich Lockheed mit der CL-282 von Kelly Johnson und seiner Skunk-Works-Abteilung durch: ein motorisierter Segler, unbewaffnet und mit nur einem Triebwerk. Die CIA (Projekt Aquatone) und die Luftwaffe (Oilstone) entwickelten ihn gemeinsam, und 1955 erhielt Lockheed den Auftrag für 20 Flugzeuge, die in 70.000 Fuß, rund 21.300 m, fliegen konnten. Die Bezeichnung „U", typisch für Nutzflugzeuge, diente als Tarnung, und die offizielle Legende stellte sie als Atmosphärenforschungsflugzeug für die NACA dar.

Das Video verfolgt ihre Einsätze über Osteuropa, der UdSSR, dem Nahen Osten und Asien, die Entdeckung des Kosmodroms Baikonur und den Abschuss von Francis Gary Powers durch eine S-75-Rakete nahe Swerdlowsk 1960. Powers wurde zu 10 Jahren verurteilt und im Februar 1962 gegen Rudolf Abel ausgetauscht; die Flüge über der UdSSR endeten. Danach folgten die Kubakrise 1962, mit einer weiteren abgeschossenen U-2, und die „Schwarze Katzen"-Staffel Taiwans, die fünf Flugzeuge über China verlor.

Wichtige Fakten

Abgeleitet vom Prototyp XF-104, wuchs die Spannweite der U-2 von gut 24 m auf 31 m. Sie nutzte ein spezielles thermostabiles Kerosin und ein Tandemfahrwerk mit Stützrädern, die beim Start abfallen; bei der Landung leitet ein Verfolgerfahrzeug den Piloten. Der Erstflug im August 1955 war ein Zufall: Das Flugzeug hob während eines Rolltests bei etwa 130 km/h ab. Die Piloten trugen Druckanzüge und verloren bei achtstündigen Einsätzen rund 5 % ihres Körpergewichts. Spätere Versionen wie die U-2C, die U-2F mit Luftbetankung, das Ende der 1960er vergrößerte Modell (von 10 auf 18 t), die TR-1 und die U-2S mit F118-Triebwerk verlängerten ihren Dienst. Bei der Operation Desert Storm flog sie 260 Einsätze und mehr als 2.000 Flugstunden. Sie hat die SR-71 überlebt, und nach mehr als 60 Jahren stehen noch rund dreißig Flugzeuge im Dienst.