Why Fokker Went Bankrupt Despite Building Great Planes

Aviate · 25. August 2025 · 13:00 · Englisch · Dokumentation

Video des Kanals Aviate über Fokker, verlinkt auf der zugehörigen Seite von Above Ten Thousand. Dauer: 13:00. Sprache: Englisch. Videotyp: Dokumentation.

Worum es geht

Analyse, warum Fokker trotz der guten technischen Aufnahme der F-100 – ihrem rund hundertsitzigen Jet der 1980er- und 1990er-Jahre – in Konkurs ging.

Historischer Hintergrund

Ende der 1970er-Jahre brauchte Fokker, bekannt für die F-27 Friendship und die F-28 Fellowship, nach der Ölkrise von 1973 ein neues Produkt. 1983 stellte das Unternehmen die F-100 vor: bis zu 109 Passagiere, Rolls-Royce-Tay-Triebwerke und ein EFIS-Cockpit. Sie flog erstmals am 30. November 1986, und 1988 erhielt Swissair die erste Maschine; USAir und American Airlines erteilten große Bestellungen. Der Golfkrieg von 1991, die Konkurrenz durch die Boeing 737-500, den Airbus A319, Bombardier und Embraer sowie die Kosten für die gleichzeitige Entwicklung von Fokker 100 und Fokker 70 belasteten die Bilanz schwer. DASA kaufte 1993 51 % der Anteile, doch im Januar 1996 kündigte Daimler-Benz an, keine weiteren Investitionen zu tätigen, und Fokker ging am 15. März 1996 in Konkurs.

Wichtige Fakten

Das Video führt den Niedergang auf mangelnde Skalierung zurück (rund 30 Flugzeuge pro Jahr gegenüber 250 bei der Boeing 737), auf die Aufwertung des Gulden gegenüber dem Dollar, in dem die Flugzeuge verkauft wurden, sowie auf einen hohen Preis. Die letzte F-100, Nummer 283, wurde 1997 ausgeliefert; laut Video standen 2025 mindestens 58 Maschinen weiterhin im kommerziellen Dienst, vor allem in Australien.