The Fokker Enigma ❄️ Dangerous Plane or Misunderstood

Disaster Breakdown · 16. Dezember 2024 · 1:50:03 · Englisch · Dokumentation

Video des Kanals Disaster Breakdown über Fokker, verlinkt auf der zugehörigen Seite von Above Ten Thousand. Dauer: 1:50:03. Sprache: Englisch. Videotyp: Dokumentation.

Worum es geht

Ausführliche Dokumentation über die Beziehung zwischen Fokker-Jets und Eis und Schnee, vom F28-Prototyp bis zum Absturz von Bek Air Flug 2100 im Jahr 2019. Der gemeinsame Faden ist ein Flügel mit fester Vorderkante ohne Vorflügel, der sehr empfindlich auf minimale Verschmutzung reagiert, sowie eine Reihe von Starts ohne oder mit unzureichender Enteisung.

Historischer Kontext

Die F28 flog erstmals 1967, ging 1969 in Dienst und wurde bis 1987 gebaut, insgesamt 241 Stück. Am 25. Februar 1969 stand der Prototyp PH-ZAA in Hannover fünf Stunden im Schnee, überrotierte beim Start, kippte zu beiden Seiten und berührte mit einer Flügelspitze den Boden, ohne Opfer. Windkanaltests im selben Jahr bestätigten, dass der Flügel empfindlich auf Reif reagierte. Laut Fokker kann sich bei einem verschmutzten Flügel der Widerstand verdoppeln, und ein unkontrollierbares Rollen kann bei etwa 10° Anstellwinkel auftreten. Die Fokker 100 und 70 verlängerten den Rumpf und führten ein Glascockpit und Tay-Triebwerke ein, behielten aber denselben Flügel. Fokker ging 1996 in Konkurs, und die letzte Fokker 70 verließ 1997 das Werk.

Wichtige Fakten

In Dryden hatte die F28 von Air Ontario Flug 1363 am 10. März 1989 keine APU und ließ ständig ein Triebwerk laufen. Sie startete ohne Enteisung, weil die Firmenrichtlinie dies bei laufenden Triebwerken verbot, und 24 Menschen starben. Der Bericht von Richter Virgil Moshansky führte zur Enteisung am Gate, zur Typ-II-Flüssigkeit und zur taktilen Flügelkontrolle. In LaGuardia wartete die F28 von USAir Flug 405 am 22. März 1992 mehr als 35 Minuten nach der letzten Enteisung, hob mit einer geringeren Geschwindigkeit als vorgesehen ab und stürzte in die Flushing Bay: 27 der 51 Personen an Bord starben. In Skopje startete die Fokker 100 von Palair Flug 301 am 5. März 1993 ohne Enteisung und kippte über 90° hinaus; 83 der 97 Insassen starben. In Pau überschoss Air France Régional Flug 7775 am 25. Januar 2007 die Landebahn. Dabei kam ein Lkw-Fahrer um, doch alle 54 Personen an Bord überlebten. Die EASA verlangte schließlich die Bodenbeheizung der Vorderkante. In Almaty wurde am 27. Dezember 2019 nur das Heck der Fokker 100 von Bek Air enteist, und die Heizung war defekt. Das Flugzeug war etwa 8 Sekunden in der Luft, bevor es mit einem Haus kollidierte, und 13 der 98 Personen an Bord starben.