Project Mercury | The Full Series
Video des Kanals Classic Aerospace History über Mercury-Programm, verlinkt auf der zugehörigen Seite von Above Ten Thousand. Dauer: 1:56:38. Sprache: Englisch. Videotyp: Dokumentation.
Worum es geht
Eine siebenteilige Dokumentarserie, in einem einzigen Video zusammengefasst, die das Mercury-Programm von seinen Ursprüngen bis zu seinen letzten Flügen nachzeichnet. Sie erklärt, wie die NASA gegründet wurde, wie die Kapsel konzipiert wurde und wie die Astronauten ausgewählt wurden. Danach werden die unbemannten Tests, die Schimpansenflüge und die bemannten suborbitalen und orbitalen Missionen besprochen.
Historischer Hintergrund
Nach Sputnik 1 und 2 unterzeichnete Eisenhower am 29. Juli 1958 die Gründung der NASA. Die Behörde nahm am 1. Oktober desselben Jahres auf Grundlage der NACA ihre Arbeit auf. Im November bildete sich die Space Task Group, die das Programm definierte, zunächst Project Astronaut genannt. Ziel war es, einen Piloten in die Erdumlaufbahn zu bringen, seine Reaktionen zu untersuchen und ihn zu bergen. McDonnell gewann im Januar 1959 den Auftrag für die von Maxime Faget entworfene Stumpfkörperkapsel mit ablativem Hitzeschild und Rettungsturm. Aus 508 Bewerbern gingen die Mercury Seven hervor: Carpenter, Cooper, Glenn, Grissom, Schirra, Shepard und Slayton. Gagarins Wostok 1 am 12. April 1961 kam dem ersten amerikanischen bemannten Flug zuvor.
Wichtige Fakten
Die Tests hatten Rückschläge. Little Joe 1 zündete den Rettungsturm auf der Startrampe, und Mercury-Redstone 1 stieg wegen eines in falscher Reihenfolge gelösten Kabels nur rund vier Zoll hoch. MR-2 trug den Schimpansen Ham, der 18 g bei einem Flug mit 253 km Scheitelhöhe aushielt. Am 5. Mai 1961 flog Shepard mit Freedom 7: 15 Min. 22 Sek., 187 km Scheitelhöhe und Tests der manuellen Steuerung. Grissom wäre fast ertrunken, als Liberty Bell 7 sank; die Kapsel wurde erst 1999 vom Meeresboden geborgen. Der Schimpanse Enos absolvierte zwei Erdumlaufbahnen mit MA-5. Am 20. Februar 1962 umkreiste Glenn mit Friendship 7 dreimal die Erde, zwischen den „Glühwürmchen" und einem Fehlalarm des Hitzeschilds. Es folgten Carpenters Aurora 7, das 400 km vom vorgesehenen Punkt entfernt wasserte, und Schirras sechs Erdumlaufbahnen mit Sigma 7. Das Programm endete mit Coopers Faith 7, der mehr als einen Tag im Flug verbrachte und einen manuellen Wiedereintritt durchführte.
