NASA MISSIONS PROJECT MERCURY Project Mercury
Video des Kanals Nasa Library über Mercury-Programm, verlinkt auf der zugehörigen Seite von Above Ten Thousand. Dauer: 26:12. Sprache: Englisch. Videotyp: Archivmaterial.
Was zu sehen ist
NASA-Film über das Mercury-Programm: die Kapsel, die entwickelt wurde, um einen Menschen in der Erdumlaufbahn zu halten und sicher zurückzubringen, die Trägerrakete Atlas, die sie in die Umlaufbahn bringen sollte, und die sieben ausgewählten Astronauten, Malcolm S. Carpenter, Leroy G. Cooper, John H. Glenn, Virgil I. Grissom, Walter M. Schirra, Alan B. Shepard und Donald K. Slayton. Eine Animation zeigt den Ablauf einer typischen Orbitalmission: Abtrennung der Erststufentriebwerke, Abwurf des Rettungsturms, Abtrennung der Kapsel mit drei Posigrade-Raketen, 180-Grad-Drehung, drei Umläufe in etwa 100 Meilen Höhe und 18.000 Meilen pro Stunde, Zündung der Bremsraketen, Wiedereintritt mit glühendem Hitzeschild, Bremsfallschirm und Hauptfallschirm in 10.000 Fuß Höhe, sowie Wasserung mit Farbmarkern und Funkbaken. Danach zeigt er mehr als hundert Windkanaltests mit 70 Modellen, Tests des Hitzeschilds, des Autopiloten und des Aufprallkissens sowie das Training: Schwerelosigkeitsflüge, Zentrifuge, Simulatoren für die manuelle Steuerung, Überleben auf See und an Land und den Verfahrenstrainer, eine exakte Nachbildung der Kabine.
Wann und wo gedreht wurde
Es handelt sich um historisches Filmmaterial mit zeitgenössischer Erzählstimme: Es beschreibt die Testflüge bis Ende 1960 und spricht noch im Futur vom bemannten Orbitalflug. Zu sehen sind das McDonnell-Aircraft-Werk in St. Louis, das Convair-Werk (General Dynamics) in San Diego, das Marshall Space Flight Center, Wallops Island (Virginia) und das Kontrollzentrum von Cape Canaveral.
Kontext
Der Film blickt auf die Testkampagne zurück: Am 9. September 1959 trat ein von einer Atlas ohne Rettungsturm gestarteter Prototyp in einem steileren Winkel als geplant wieder in die Atmosphäre ein und hielt einer stärkeren Erhitzung stand als erwartet. Die Little Joe, eine Feststoffrakete, die zum Testen von Rettung und Bergung entwickelt wurde, flog am 4. Oktober, 4. November und 4. Dezember 1959; bei letzterem Flug, mit einem Rhesusaffen an Bord, wurde der Abbruch in 96.000 Fuß Höhe und bei fünfeinhalbfacher Schallgeschwindigkeit ausgelöst. Am 21. Januar 1960 testete eine weitere Little Joe mit einem Rhesusaffen den Abbruch unter maximaler aerodynamischer Belastung. Am 29. Juli 1960 zerbrach die erste Mercury-Atlas mit einer Serienkapsel nach 60 Sekunden, und im November 1960 hob die erste Mercury-Redstone wegen einer vorzeitigen Triebwerksabschaltung nicht ab; dieselbe Kapsel flog einen Monat später erfolgreich. Das Verfolgungsnetz bestand aus 16 Stationen.
