Project Mercury Advances | Trajectory: Milestones in Space Exploration | Series 1 Episode 3
Video des Kanals The Full Series Channel über Mercury-Programm, verlinkt auf der zugehörigen Seite von Above Ten Thousand. Dauer: 23:14. Sprache: Englisch. Videotyp: Dokumentation.
Worum es geht
Dritte Episode der Dokumentarserie „Trajectory", die die Endphase des Mercury-Programms behandelt, von den suborbitalen Flügen bis zum ersten amerikanischen Orbitalflug. Die zweite Hälfte ist den Verfolgungskameras bei Starts und der Internationalen Raumstation gewidmet.
Historischer Kontext
Nach Alan Shepards suborbitalem Sprung mit Freedom 7 im Mai 1961 lagen die USA weiter hinter der Sowjetunion zurück, die bereits Juri Gagarin in die Erdumlaufbahn gebracht hatte. Weniger als drei Wochen später setzte Präsident Kennedy das Ziel, noch vor Ende des Jahrzehnts einen Mann auf dem Mond zu landen. Am 21. Juli 1961 flog Gus Grissom mit Liberty Bell 7 und testete erstmals eine neue Luke mit Sprengbolzen. Nach der Wasserung öffnete sich die Luke unvermittelt und die Kapsel lief voll Wasser. Der Hubschrauber musste sie loslassen, und das Raumschiff sank im Atlantik, während Grissom behauptete, die Luke habe sich von selbst geöffnet. Es war der letzte Mercury-Flug mit der Redstone-Rakete. Die unzuverlässige Atlas benötigte mehrere Verbesserungen. Währenddessen absolvierte Gherman Titows Wostok 2 17 Umkreisungen in etwas mehr als 25 Stunden. Im November 1961 testete der Schimpanse Enos die Mercury-Atlas-Kombination mit zwei Umkreisungen, und am 20. Februar 1962 umkreiste John Glenn an Bord der Friendship 7 die Erde.
Wichtige Fakten
Glenns Flug wurde auf drei Umkreisungen begrenzt, weil ein defekter Sensor anzeigte, der Hitzeschild habe sich gelöst. Drei Tage später zeichnete ihn der Präsident aus. Es folgten drei weitere Orbitalflüge, und die letzten Mercury-Missionen wurden zugunsten des Gemini-Programms gestrichen. Die Dokumentation beschreibt anschließend die Kameras, die jeden Start überwachen: Ein typischer Shuttle-Start zählte 135 davon. Diese Kameras zeichneten 2003 den Schaumstoffeinschlag auf, der Columbia und ihre siebenköpfige Besatzung das Leben kostete. Zum Schluss stellt sie die ISS vor, die seit 2000 ununterbrochen bewohnt ist und eine Masse von etwa 450.000 kg hat. Sie wurde über 13 Jahre aus Modulen wie Zarja und Unity zusammengebaut und wird von japanischen und europäischen Raumschiffen, Dragon, Sojus und Progress versorgt.
