The Insane Engineering of the P-38 Lightning

Real Engineering · 28. Juni 2025 · 26:44 · Englisch · Dokumentation

Video des Kanals Real Engineering über Lockheed P-38 Lightning, verlinkt auf der zugehörigen Seite von Above Ten Thousand. Dauer: 26:44. Sprache: Englisch. Videotyp: Dokumentation.

Worum es geht

Das Video analysiert die technischen Lösungen der Lockheed P-38 Lightning, des zweimotorigen Jägers mit doppeltem Leitwerksträger, der unter der Leitung von Kelly Johnson entwickelt wurde, und beleuchtet ihre technischen Grenzen und ihre Rolle im Zweiten Weltkrieg am Beispiel der Operation Vengeance.

Historischer Hintergrund

Das Flugzeug entstand als Antwort auf die Ausschreibung X-608 des US Army Air Corps, die einen Höhenjäger forderte, der 580 km/h erreichen und in sechs Minuten auf Bomber-Reiseflughöhe steigen konnte. Kein amerikanischer Motor der 1930er Jahre reichte dafür allein aus, und die Vorschrift erlaubte einsitzigen Jagdflugzeugen nur einen Motor. Deshalb prüfte Johnson zahlreiche zweimotorige Konfigurationen, bevor er sich für eine motorlose Zentralgondel zwischen zwei Leitwerksträgern entschied. Es war Lockheeds erster militärischer Serienauftrag. Johnson war damals 27 Jahre alt; später leitete er die Skunk Works und entwarf die U-2 und die SR-71.

Wichtige Fakten

Die Zentralgondel vereinte im Bug vier Maschinengewehre im Kaliber .50 und eine 20-mm-Kanone, die nach vorn feuerten, wodurch die Konvergenzprobleme flügelmontierter Waffen vermieden wurden. Jeder Leitwerksträger beherbergte einen flüssigkeitsgekühlten Zwölfzylinder-V-Motor Allison V-1710 mit einem Turbolader von General Electric, der den serienmäßigen mechanischen Lader ergänzte. Die verdichtete Luft wurde in einem in die Flügelvorderkante integrierten Ladeluftkühler gekühlt, der kaum zusätzlichen Widerstand erzeugte, aber nicht mehr ausreichte, als die Motorleistung im Kriegsverlauf stieg. Dieses System leistete weniger als die zweistufigen, zweidrehzahligen Lader des Merlin, obwohl die P-38 bei rund 20.000 Fuß den Spitfire leicht übertraf. Sie war eines der ersten Jagdflugzeuge mit Bugfahrwerk, ein Vorteil auf den improvisierten Landebahnen im Pazifik. Im April 1943 fingen 16 P-38 nahe Bougainville das Flugzeug ab, in dem Admiral Yamamoto reiste: ein Hin- und Rückflug von etwa 1.600 km, möglich durch die Reichweite mit Abwurftanks. Beide Transportbomber wurden abgeschossen. Ihr größter Mangel war eine sehr niedrige kritische Mach-Zahl im Sturzflug, die die Steuerung wirkungslos machte und durch Sturzflugklappen unter den Flügeln gemildert wurde.