Lockheed P-38 Lightning Design Info
Video des Kanals Greg's Airplanes and Automobiles über Lockheed P-38 Lightning, verlinkt auf der zugehörigen Seite von Above Ten Thousand. Dauer: 41:34. Sprache: Englisch. Videotyp: Dokumentation.
Worum es geht
Erklärbeitrag über das Grundkonzept der Lockheed P-38 Lightning, der erste einer Reihe über das Flugzeug. Er geht auf ihre Varianten und Einsätze ein, die Gründe für die Doppelrumpf-Konfiguration, Flügel und Landeklappen, Quellen des aerodynamischen Widerstands, die zentrale Gondel und die Bewaffnung ein, mit Vergleichen zur Messerschmitt Bf 110 und der de Havilland Mosquito.
Historischer Kontext
Die P-38 war Lockheeds Antwort auf eine Ausschreibung des US Army Air Corps von 1937, die einen Höhenabfangjäger mit 360 mph (rund 580 km/h) und einer Steigfähigkeit auf 20.000 Fuß (rund 6.100 m) in sechs Minuten forderte; Lockheed nahm sich außerdem vor, die 400 mph zu übertreffen. Das Unternehmen hatte noch nie ein Kampfflugzeug gebaut: seine Erfahrung stammte aus schnellen Zivilflugzeugen wie der Vega und der zweimotorigen Model 10 Electra von 1935 mit rund 195 mph. Da kein Triebwerk einem einmotorigen Jäger diese Geschwindigkeit ermöglichte, griff man auf zwei Allison V-1710 zurück. Kelly Johnsons Skizzen zeigen mehrere verworfene Konfigurationen. Die Notwendigkeit von Turboladern, die das Army Air Corps nach einem NACA-Bericht bevorzugte und die der Allison benötigte, um in großer Höhe zu leisten, zwang dazu, in jedem Ausleger Motor, Turbo, Hauptfahrwerk, Kühler und weitere Ausrüstung unterzubringen; die Ausleger wurden dabei so lang, dass ihre Verlängerung bis zum Leitwerk naheliegend war, wie Chefingenieur Hall Hibbard 1944 erklärte.
Bemerkenswerte Fakten
Neben der Jägerversion gab es Versionen für die Fotoaufklärung, einen zweisitzigen Nachtjäger mit Radar, einen Bomber mit verglastem Bug und Norden-Bombenzielgerät, eine Radarvariante zum Bombenabwurf über Wolken, Torpedoversuche und eine Sanitätsversion mit zwei Patienten in externen Behältern; sie konnte 4.000 Pfund Bomben tragen. Der Flügel nutzt das Profil NACA 23016, dasselbe wie die Douglas DC-4, mit Fowler-Landeklappen, die die Überziehgeschwindigkeit stark senkten: laut Handbuch 94 und 69 mph angezeigt bei 15.000 Pfund, und 112 und 88 mph kalibriert bei Tests mit 14.800 Pfund. Die G-Version und spätere hatten eine Manöverposition am Landeklappenhebel. Die freiliegenden Turbos und zahlreichen Kühllufteinlässe erzeugten viel Widerstand: eine P-38D mit 1.150 PS pro Motor erreichte 322 mph auf 5.000 Fuß. Sie war der erste amerikanische Jäger mit bündig vernieteter Außenhaut. Die Gondel beherbergt vier Maschinengewehre im Kaliber .50 mit bis zu 500 Schuss jeweils und eine 20-mm-Kanone mit 150 Schuss, versetzt angeordnet, um Ladehemmungen zu vermeiden, und das Design erleichterte das Bugradfahrwerk.
