BUILDING THE B-24 BOMBER DURING WWII " STORY OF WILLOW RUN " 74182
Video des Kanals PeriscopeFilm über Consolidated B-24 Liberator, verlinkt auf der zugehörigen Seite von Above Ten Thousand. Dauer: 33:30. Sprache: Englisch. Videotyp: Archivmaterial.
Was der Film zeigt
Film der Ford Motor Company über das Werk Willow Run und die Serienfertigung des Bombers Consolidated Vultee B-24 Liberator. Er beginnt auf der landwirtschaftlichen Lehrfarm Willow Run, auf der Jungen das Bewirtschaften von Land und die Herstellung von Ahornprodukten lernten. Angesichts der Kriegsgefahr wurde dieses Gelände geopfert, um eine Fabrik zu errichten, die stündlich einen Liberator ausliefern sollte. Die Anlage erstreckt sich über 80 Acres unter einem Dach, unterteilt in einen Fertigungs- und einen Montagebereich. Das Flugfeld umfasst 1.434 Acres, mit 280 Acres an Start- und Rollbahnen aus Beton.
Der Film beschreibt das Flugzeug: 110 Fuß Spannweite, 67 Fuß und 4 Zoll Länge, vier Motoren mit je 1.200 PS, zehn Besatzungsmitglieder und vier Tonnen Bomben. Anschließend wird der Fertigungsprozess gezeigt: ein 11 Acres großes Lager, aus der Automobilindustrie entliehene Karosseriepressen, knapp 15.000 im Umlauf befindliche Pressformen, 57 unterschiedliche Rippen pro Flügel, 400.000 Nieten pro Flugzeug und mehr als 1.700 zu vormontierten Baugruppen zusammengefasste Leitungen. Das Flugzeug gliedert sich in sechs Abschnitte: Mittelflügel, Bug, Hinterrumpf, Triebwerke, Leitwerk und Außenflügel. Punktschweißen sparte 35.000 Arbeitsstunden im Monat und ersetzte 15.000 Nieten pro Flugzeug. Die Fertigung des Mittelflügels verkürzte sich von 19 Tagen auf wenige Stunden. Den Abschluss bilden eine Endbearbeitungseinheit, die den Flügel aus allen Winkeln bearbeitet, die Endmontage sowie Boden- und Flugtests mit Besatzungen von je vier Personen.
Wann und wo gedreht wurde
Der Film wurde während des Zweiten Weltkriegs in Willow Run gedreht. Zu sehen ist die Einweihungstafel vom 16. Juni 1941, sechs Monate vor Pearl Harbor. Die Erzählung spricht in der Vergangenheitsform und nennt die Gesamtzahl von 8.685 im Werk gebauten Bombern; der endgültige Schnitt entstand also, nachdem die Produktion bereits beendet war, sodass die Geschichte, wie der Text sagt, vollständig erzählt werden konnte.
Kontext
Das Werk beschäftigte zeitweise bis zu 42.000 Menschen, und seine Schule bildete mehr als 50.000 Arbeiter aus. Ford fertigte außerdem Lastensegler für den Truppentransport, Turbolader und Pratt & Whitney-Motoren mit 2.000 PS. Der Ton ist der der Industriepropaganda: Der Bomber wird ständig mit einem Automobil verglichen, dessen 15.000 Teile den 1.225.000 Teilen jedes Liberators gegenübergestellt werden, und die Austauschbarkeit der Teile zwischen den Flugzeugen wird als Beweis für Fords Serienfertigungsmethode dargestellt.
