AIRBUS A350 - High Tech In The Air | Exceptional Engineering Full Documentary

WELT Documentary · 28. Februar 2020 · 46:24 · Englisch · Dokumentation

Video des Kanals WELT Documentary über Airbus A350, verlinkt auf der zugehörigen Seite von Above Ten Thousand. Dauer: 46:24. Sprache: Englisch. Videotyp: Dokumentation.

Worum es geht

Dokumentation über den Airbus A350, die ein für die Lufthansa bestimmtes Exemplar namens „Bonn" von den Werkshallen in Hamburg über seinen Abnahmeflug in Toulouse bis zu seinem ersten planmäßigen Einsatz zwischen München und Hongkong begleitet. Dazwischen geschnitten sind Beiträge über die Boeing-Rivalen 787 Dreamliner und die Frachterversion der 777, über das Überschallprojekt von Boom sowie über Konzepte künftiger Luftmobilität wie das autonome Lufttaxi Vahana oder das Fahrzeug Pop.Up.

Historischer Kontext

Nach etwa 15 Jahren Entwicklung löst die A350 die A340 als Langstreckenflugzeug von Airbus ab und tritt in direkte Konkurrenz zur 787. Sie ist das Verkehrsflugzeug mit dem höchsten Anteil an kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK) in Rumpf und Flügeln, was neue Fertigungsmethoden erforderte. Die Dokumentation erinnert auch daran, dass die Concorde 1976 in Dienst ging und nach dem Air-France-Unfall vom Juli 2000 den Flugbetrieb einstellte.

Wichtige Fakten

In Hamburg arbeiten rund 12.000 Menschen auf einem 19 km² großen Gelände. Dort werden die vorderen und hinteren Rumpfsektionen durch Modulintegration ausgestattet, eine Methode, die nur beim A350-Programm angewendet wird und Überkopfarbeiten überflüssig macht. Jede Sektion verlässt das Werk nach 12 Tagen Richtung Toulouse an Bord der Beluga, die bis zu 47 Tonnen laden kann, wobei die Taktrate zehn Flugzeuge pro Monat erreicht. Die CFK-Flügel werden in Stade lagenweise gefertigt und sind 4,5 Tonnen leichter. Die Trent-XWB-Triebwerke mit über drei Metern Durchmesser werden in Dahlewitz im Takt von zwei pro Woche montiert und durchlaufen bis zu 40 Tests. Airbus gibt einen Verbrauch von weniger als 2,5 Litern pro Passagier und 100 km sowie 30 % weniger Lärm an.

Der Abnahmeflug dauert zweieinhalb Stunden und umfasst mehr als 40 Tests: ein Manöver mit reduzierter Schwerkraft nach einem Flug mit rund 900 km/h, Schräglagen von 67 Grad mit automatischer Rückführung auf 30 Grad und eine simulierte Dekompression. Eine Lärmwarnung an der hinteren Frachtluke bleibt zur Reparatur offen. Das Cockpit verfügt über sechs 38-cm-LCD-Bildschirme und eine von der A380 übernommene mausähnliche Steuerung. Beim Erstflug legt das Flugzeug mit 325 Passagieren und 71 Tonnen Treibstoff etwa 9.000 km nonstop in zehneinhalb Stunden zurück. Zu den Kabinenneuheiten zählen Economy-Sitze mit 18,5 Zoll und ein Ruheabteil für sechs Besatzungsmitglieder.