Megaestructuras, Airbus A380, DOCUMENTAL
Video des Kanals emixon froilan pineda über Airbus A380, verlinkt auf der zugehörigen Seite von Above Ten Thousand. Dauer: 45:09. Sprache: Spanisch. Videotyp: Dokumentation.
Worum es geht
Erste Folge einer Megastructures-Dokumentarserie über den Bau des Airbus A380, gedreht ab 2003, rund 20 Monate vor dem Erstflug. Sie verfolgt die Fertigung der großen Flugzeugteile in mehreren europäischen Fabriken und deren Transport per Schiff, Fluss und Straße bis zur Endmontagelinie in Toulouse.
Historischer Kontext
Die Folge beginnt auf der Paris Air Show im Juni 2003 und stellt Airbus vor, das in den 1960er Jahren aus dem Zusammenschluss von Spanien, Großbritannien, Frankreich und Deutschland entstand, um mit Boeing zu konkurrieren. Sein erstes Flugzeug flog am 28. Oktober 1972, und sein damals größtes im Einsatz befindliches Modell war die A340-600 für 380 Passagiere. Das zunächst A3XX genannte Projekt ging von Entwürfen aus, die Rümpfe der A340 oder der A340 und A320 kombinierten. Diese wurden wegen der langsamen Evakuierung oder des fehlenden Platzes im oberen Stockwerk verworfen, und man entschied sich für ein völlig neues Design mit zwei vollständigen Decks. Die Dokumentation stellt es als Antwort auf die Boeing 747 dar, deren Design damals über 30 Jahre alt war, in einem Markt, dessen Nachfrage sich alle 15 Jahre verdoppelt.
Wichtige Fakten
In Broughton, im Norden von Wales, löst ein Team den ersten Flügel, 36 Meter lang und mit Toleranzen von weniger als einem halben Millimeter gefertigt, von seiner Halterung. Der Vorgang verzögert sich durch eine vergessene Schraube, die eine Klemme blockierte. In Hamburg werden Rumpfsektionen mit aus Japan angelieferten Fußbodenträgern aus Kohlefaser montiert, und das ebenfalls aus Kohlefaser gefertigte Leitwerk wird in Spanien hergestellt. Der neue Leiter der Innenausstattungstechnik übernimmt eine Abteilung mit drei Monaten Rückstand und arbeitet mit Kabinenmodellen, Kojen für 12 Besatzungsmitglieder und 50-kg-Gepäckfächern. Da fast kein Teil in die Beluga passte, entwickelte ein von Jesús Morales geleitetes Team eine Kombinationsroute: per Schiff bis Pauillac, 100 km auf einem Lastkahn die Garonne hinauf unter der Pont de Pierre von Bordeaux, und 245 km in drei Nächten auf der Straße. Der Flügel fährt auf einem Lastkahn den Fluss Dee hinab und passiert die erste Brücke mit 50 cm Spielraum. Der 7,30 Meter breite Rumpfkonvoi durchquert Lévignac mit 50 cm Abstand auf jeder Seite. Die Endmontagehalle in Toulouse kostete 345 Millionen Euro und misst 500 mal 250 Meter. Um die Investition zu amortisieren, musste Airbus 250 Flugzeuge zu je 210 Millionen Euro verkaufen.
