3D Reconstruction of the Apollo 13 Disaster
Video des Kanals 3DCrash über Apollo 13, verlinkt auf der zugehörigen Seite von Above Ten Thousand. Dauer: 8:09. Sprache: Englisch. Videotyp: Dokumentation.
Worum es geht
Eine mit 3D-Animation erzählte Rekonstruktion des Apollo-13-Unfalls. Zunächst wird das Fahrzeug beschrieben. Die Saturn V hatte drei Stufen: fünf F-1-Triebwerke mit Kerosin und flüssigem Sauerstoff in der ersten, fünf J-2 in der zweiten und ein einzelnes J-2 in der dritten, das zweimal gezündet werden konnte, um in die Erdumlaufbahn zu gelangen und dann zum Mond aufzubrechen. Das Raumschiff bestand aus dem Kommandomodul Odyssey, dem Servicemodul und der Mondlandefähre Aquarius. Das Servicemodul trug das Haupttriebwerk, die Vorratstanks und drei Brennstoffzellen, die Strom und Wasser lieferten.
Historischer Kontext
Die Mission startete am 11. April 1970 vom Kennedy Space Center. Die Besatzung bestand aus James Lovell als Kommandant, John Swigert als Pilot des Kommandomoduls und Fred Haise als Pilot der Mondlandefähre. Ihr Ziel war die dritte bemannte amerikanische Mondlandung mit zwei geplanten Mondausstiegen. Bei einem Bodentest waren die Heizungen des Sauerstofftanks Nummer 2 zu lange eingeschaltet geblieben und hatten die Kabelisolierung beschädigt. Nach etwa 55 Stunden und 54 Minuten Flugzeit löste das Einschalten der Tankventilatoren einen Kurzschluss aus, der die Explosion verursachte und das Servicemodul sowie die Hochgewinn-Antenne beschädigte.
Wichtige Fakten
Das Video zeigt, wie die Aquarius zur einzigen Überlebensmöglichkeit wurde, da die Batterien des Kommandomoduls für den Wiedereintritt aufgespart werden mussten. Die Trümmer der Explosion verhinderten eine Sternenpeilung, sodass die Sonne als Referenz diente. Das Raumschiff kehrte auf eine freie Rückflugbahn zurück. Außerdem wurde aus Beuteln, Karton und Klebeband ein Adapter improvisiert, um die quadratischen Lithiumhydroxid-Filter des Kommandomoduls nutzen zu können. Die Mondlandefähre wurde etwa fünf Stunden vor dem Wiedereintritt abgetrennt. Nach rund sechs Flugtagen wasserte die Kapsel mit allen drei Astronauten unverletzt. Abschließend wird die Schlussfolgerung der NASA wiedergegeben: eine Kombination aus menschlichen Fehlern und einem Design mit geringer Fehlertoleranz.
