F-22 RAPTOR DOCUMENTARY

Aviation Technology Space Channel · 4. Juli 2016 · 44:23 · Englisch · Dokumentation

Video des Kanals Aviation Technology Space Channel über Lockheed Martin F-22 Raptor, verlinkt auf der zugehörigen Seite von Above Ten Thousand. Dauer: 44:23. Sprache: Englisch. Videotyp: Dokumentation.

Worum es geht

Dokumentarfilm über die Entstehung und Entwicklung der Lockheed Martin F-22 Raptor, von den Anforderungen des Advanced-Tactical-Fighter-Programms (ATF) der US-Luftwaffe bis zu den ersten ausgelieferten Maschinen. Er kombiniert Archivmaterial, Testaufnahmen und Interviews mit Ingenieuren, Programmverantwortlichen sowie Test- und Einsatzpiloten. Anhand der genannten Daten (Auslieferungen, für 2004 geplante Produktionsrate) handelt es sich um eine Produktion aus der Mitte der 2000er Jahre, als das Flugzeug noch als F/A-22 bezeichnet wurde.

Historischer Kontext

Die Erzählung verortet das Programm im Kalten Krieg: Das Auftauchen der MiG-29 und des Sukhoi-T-10-Prototyps, die Ende der 1970er Jahre von US-Satelliten entdeckt wurden, ließ befürchten, die Überlegenheit der F-15 sei nur vorübergehend. Anfang der 1980er Jahre beschloss die Luftwaffe, einen Nachfolger zu suchen, der Tarnkappeneigenschaften, Überschallreiseflug ohne Nachbrenner und eine Wendigkeit mindestens auf dem Niveau der F-15 vereinte. Lockheeds Erfahrung mit der F-117 und Northrops mit der B-2 brachten beide Unternehmen an die Spitze des Wettbewerbs. Am 31. Oktober 1986 wurden ihre beiden Entwürfe für die Demonstrations- und Validierungsphase ausgewählt, in der jedes Team zwei Prototypen bauen sollte. 1987 verwarf Lockheed seinen ursprünglichen Entwurf und kam in etwa drei Monaten zu der Konfiguration, aus der die F-22 entstehen sollte.

Wichtige Fakten

Northrops YF-23 flog zuerst, im August 1990, mit Paul Metz am Steuer; die YF-22 flog am 29. September auf der Edwards Air Force Base, gesteuert von Dave Ferguson. In neunzig Tagen absolvierten Lockheeds beide Prototypen 72 Flüge, darunter Starts einer Sidewinder und einer AMRAAM aus den internen Waffenschächten. 1991 ging der Auftrag für 9,5 Milliarden Dollar an das Team Lockheed, Boeing und General Dynamics. Im selben Jahr stürzte eine von Tom Morgenfeld geflogene YF-22 bei der Landung ab, ohne dass der Pilot verletzt wurde. Das erste Serienflugzeug wurde am 9. April 1997 in Marietta, Georgia, vorgestellt. Der Dokumentarfilm beschreibt die internen Waffenschächte, die S-förmigen Lufteinlasskanäle, die Sensorfusion im Cockpit und Übungen, bei denen ein einzelner Raptor gegen mehrere F-15 antrat. Er nennt 27 ausgelieferte Flugzeuge und Stückkosten von 93 Millionen Dollar.