Wings of the Red Star - MiG-21 Fishbed - Phantom's Foe!

DocumentaryFR3AK · 27. November 2020 · 43:20 · Englisch · Dokumentation

Video des Kanals DocumentaryFR3AK über Mikoyan-Gurevich MiG-21, verlinkt auf der zugehörigen Seite von Above Ten Thousand. Dauer: 43:20. Sprache: Englisch. Videotyp: Dokumentation.

Worum es geht

Dokumentarfilm aus der Reihe „Wings of the Red Star", ausgestrahlt von Discovery Channel, über die MiG-21, den großen sowjetischen Jäger der sechziger Jahre. Er verfolgt die Entwicklung des Konstruktionsbüros von Artjom Mikojan und Michail Gurewitsch von der MiG-19 bis zur MiG-21, erklärt die technischen Entscheidungen, die sie ermöglichten, und geht auf die Ausbildung ihrer Piloten, ihren Export und ihre Kampfgeschichte ein. Enthalten sind Aufnahmen vom Stützpunkt Kubinka, vom Museum in Monino und von einer zweisitzigen MiG-21UTI, die in den USA fliegt.

Historischer Kontext

Die Erzählung verortet das Flugzeug im Kalten Krieg nach Stalins Tod, mit dem Aufstieg Chruschtschows, der Unterzeichnung des Warschauer Pakts 1955 und einem technologischen Wettlauf, in dem Geschwindigkeit der entscheidende Faktor war. Angesichts der Bedrohung durch die amerikanischen Bomber B-47 und B-52 forderte die sowjetische Luftwaffe 1953 einen leichteren Jäger als die MiG-19, der doppelte Schallgeschwindigkeit erreichen und sowohl als Abfangjäger als auch als taktischer Jäger taugen sollte. Das MiG-Büro und das TsAGI-Institut testeten drei Jahre lang Prototypen mit Pfeil- und mit Deltaflügel, und Mikojan entschied sich für das Deltaflügel-Konzept in Kombination mit einem konventionellen Höhenleitwerk. Der Dokumentarfilm hebt auch den Lufteinlass mit verstellbarem Zentralkegel hervor, der den Luftstrom zum Triebwerk über einen weiten Geschwindigkeitsbereich stabil hielt, sowie den Ersatz der elektrischen Notsteuerung durch einen zweiten Hydraulikkreis.

Wichtige Fakten

Die MiG-21F war Ende 1958 fertig, und eine erste Serie von 30 Flugzeugen erreichte die Staffeln. 1959 stellte Testpilot Georgi Mossolow mit 2.388 km/h einen Weltrekord im Geschwindigkeitsflug über einen geschlossenen 25-km-Kurs auf, wobei das Flugzeug unter der Tarnbezeichnung E-66 eingetragen war. Die frühen Serien verließen sich so stark auf die R-3S-Raketen, eine sowjetische Kopie des Sidewinder, dass sie auf die Bordkanone verzichteten, die später als Rückfalloption wieder eingebaut wurde. Das Flugzeug kämpfte im indisch-pakistanischen Krieg von 1965, im Sechstagekrieg von 1967 und im Iran-Irak-Krieg von 1980; in Vietnam traf es auf die F-4 Phantom, wobei amerikanische und sowjetische Quellen widersprüchliche Abschussbilanzen angeben. Es durchbrach das sowjetische Exportmuster, indem es an Finnland und Indien verkauft wurde, das es bis 1988 in Lizenz baute, während China seine eigene Kopie produzierte.