Mikoyan-Gurevich MiG-21
Video des Kanals Audiopedia über Mikoyan-Gurevich MiG-21, verlinkt auf der zugehörigen Seite von Above Ten Thousand. Dauer: 53:54. Sprache: Englisch. Videotyp: Dokumentation.
Worum es geht
Kommentierte Lesung eines enzyklopädischen Artikels über die MiG-21, begleitet von frei lizenzierten Bildern. Behandelt werden Ursprung, Konstruktion, Produktion, Einsatzgeschichte nach Ländern, Betreiber und technische Daten des Jägers.
Historischer Kontext
Die MiG-21 setzte die Reihe sowjetischer Jäger fort, die mit der MiG-15, MiG-17 und MiG-19 begonnen hatte. Anfang der 1950er Jahre untersuchte das Konstruktionsbüro Mikojan den Prototyp Ye-1, der zur Ye-2 umgebaut wurde, weil das vorgesehene Triebwerk nicht genug Leistung lieferte. Die Ye-4 war die erste der Baureihe mit Deltaflügel: Sie flog am 16. Juni 1955 und wurde im Juli 1956 in Tuschino gezeigt. Das Video beschreibt ihren Einsatz in Vietnam, wo sie amerikanische Formationen in schnellen, vom Boden geführten Angriffen attackierte, sowie in den arabisch-israelischen Konflikten ab 1964. Es behandelt außerdem die indisch-pakistanischen Kriege, das Horn von Afrika, Angola und die Kriege im ehemaligen Jugoslawien. Indien stellte sie 1964 als ersten eigenen Überschalljäger in Dienst.
Wichtige Fakten
In der UdSSR wurden 10.645 Exemplare gebaut, in Fabriken in Moskau, Gorki und Tiflis. Hinzu kommen 194 in der Tschechoslowakei in Lizenz gefertigte MiG-21F-13 und 657 von Hindustan Aeronautics in Indien. Der Deltaflügel hat an der Vorderkante eine Pfeilung von 57°, und ein beweglicher Zentralkörper im Lufteinlass regelt je nach Geschwindigkeit die zum Triebwerk strömende Luft. Die Reichweite war mit rund 45 Minuten in sauberer Konfiguration gering, da sich der Schwerpunkt nach hinten verschob, sobald zwei Drittel des Kraftstoffs verbraucht waren. Rumänien modernisierte 110 Exemplare zusammen mit Elbit Systems unter der Bezeichnung LanceR. Zu den Assen des Musters zählt Nguyễn Văn Cốc mit neun Abschüssen. Die endgültigen Spezifikationen nennen eine Höchstgeschwindigkeit von 2.175 km/h (Mach 2,0) und eine Dienstgipfelhöhe von 17.800 m.
