Bf 109 Pilot Talks About Flying the Messerschmitt !
Video des Kanals Military Aviation History über Messerschmitt Bf 109, verlinkt auf der zugehörigen Seite von Above Ten Thousand. Dauer: 9:12. Sprache: Englisch. Videotyp: Nachrichten.
Worum es geht
Interview mit Volker Bau, Cheftestpilot bei Airbus Helicopters in Donauwörth, der für die Messerschmitt Stiftung in Manching die Bf 109 und die Bf 108 fliegt. Er bringt rund 8.000 Stunden als Erprobungstestpilot mit, davon etwa 200 auf der Bf 109, und beantwortet Fragen des Autors und seiner Förderer dazu, wie es heute ist, den Jäger zu fliegen.
Hintergrund
Das Flugzeug behält Zelle und Motor im Original, mit Änderungen, um nach den aktuellen Vorschriften fliegen zu können: moderne Kraftstoffleitungen, Funkgerät, Transponder und Bordsprechanlage. Das Fahrwerk wurde mit heutigen Materialien neu gebaut, was die damals üblichen Einbrüche verhindert. Laut Bau ist der Start die kritische Phase: Das Seitenruder ist etwa so groß wie das einer Piper 18, aber der Zwölfzylindermotor leistet rund 1.400 PS, und bis zum Erreichen der Geschwindigkeit zieht das Drehmoment das Flugzeug tendenziell nach links von der Bahn.
Was das bedeutet
In der Luft beschreibt der Pilot sie als sehr wendigen Jäger, allerdings mit erheblichen Steuerkräften. Bei Vorführungen beschränkt er sich auf einfache Kunstflugfiguren und bleibt in Europa unter 550 km/h. Die Vorflügel fahren von selbst zwischen etwa 150 und 200 km/h aus. Er nähert sich mit etwa 200 km/h an, geht im kurzen Endanflug auf 180 zurück und setzt mit etwa 140 auf, mit voll ausgefahrenen Landeklappen (20 beim Start). Das Cockpit lässt sehr wenig Platz. Der Motor ist das wartungsintensivste Bauteil: Er wird unterhalb seiner Höchstleistung betrieben, um seine Lebensdauer zu verlängern, und Bau rechnet mit etwa 200 Arbeitsstunden pro Flugstunde.
