The Aircraft NOBODY Knew about! Lockheed Constellation
Video des Kanals Mentour Now! über Lockheed Constellation, verlinkt auf der zugehörigen Seite von Above Ten Thousand. Dauer: 21:18. Sprache: Englisch. Videotyp: Dokumentation.
Worum es geht
Dokumentation über die Entstehung und Laufbahn der Lockheed Constellation, der „Connie", mit Schwerpunkt auf zwei Konstruktionsmerkmalen: dem dreiteiligen Leitwerk und dem Rumpf mit durchgehend veränderlichem Querschnitt und delfinförmigem Profil. Sie geht auch auf den Konstrukteur Kelly Johnson und die Rolle von Howard Hughes im Projekt ein.
Historischer Kontext
Die Geschichte beginnt Ende der 1930er Jahre mit der Studie Model 44 Excalibur, einem viermotorigen Entwurf, den Lockheed zunächst Pan Am anbot – die sich mehr für die Boeing 307 Stratoliner interessierte – und danach TWA. 1939 versammelte Howard Hughes, seit 1937 Hauptaktionär von TWA, bei sich zu Hause Personal von TWA und Lockheed, darunter Kelly Johnson, und forderte ein Flugzeug, das die USA nonstop mit mindestens 36 Passagieren überqueren konnte und deutlich schneller war als jedes andere. Die Neukonstruktion, mit einem Flügelprofil ähnlich dem der P-38 Lightning und stärkeren Triebwerken, führte zur Model 49 bzw. L-049 Constellation.
Hughes verordnete absolute Geheimhaltung und bestellte 40 Flugzeuge, womit er die Entwicklung praktisch allein finanzierte. Angesichts der militärischen Werksinspektion vor dem Kriegseintritt der USA kündigte Lockheed das Flugzeug an, und Pan Am bestellte weitere 40. Nach dem Erstflug 1943 ging die Produktion als C-69 an die Luftstreitkräfte des Heeres über: 22 wurden während des Krieges gebaut und 15 ausgeliefert, da die C-54 Skymaster dieselbe Rolle abdeckte und die Wright-R-3350-Triebwerke für die B-29 reserviert waren. Nach Kriegsende kaufte Lockheed fast alle Flugzeuge zurück, rüstete sie auf den zivilen Standard um, und TWA war Erstkunde.
Wichtige Fakten
Sie reiste mit mehr als 270 Knoten, gegenüber weniger als 200 bei der Stratoliner. 1940 kostete sie 450.000 Dollar. Sie verfügte über eine Druckkabine, hydraulisch unterstützte Steuerung, Enteisung, verstellbare Propeller mit Umkehrschub und ein Bugfahrwerk. Das dreiteilige Leitwerk hielt die Höhe bei rund 7,3 m, damit das Flugzeug in die Hangars jener Zeit passte. Ab 1951 wurden rund 600 Super Constellation und Starliner gebaut; die letzte lief 1958 vom Band, dem Jahr, in dem die Boeing 707 in Dienst gestellt wurde. Eine Turboprop-Version war bei Tests sehr schnell, doch Zuverlässigkeitsprobleme bremsten das Projekt.
