Hawker Hurricane Aerobatics
Video des Kanals dave hadfield über Hawker Hurricane, verlinkt auf der zugehörigen Seite von Above Ten Thousand. Dauer: 32:34. Sprache: Englisch. Videotyp: An Bord.
Was gezeigt wird
Video, das aus dem Cockpit einer Hawker Hurricane Mk XII während ihres sechsten Testflugs nach der Restaurierung aufgenommen wurde und sich leichten Kunstflugfiguren widmet. Der Pilot, Dave Hadfield, kommentiert die gesamte Sequenz: Vorflugkontrollen, Start des Triebwerks, Rollen, Triebwerkstest, Abheben, Flugfiguren, Vorführübung, Landung und Abstellen.
Gezeigte Details
Der Triebwerksstart unterscheidet sich von anderen Jägern. Der Packard-Merlin-29-Motor hat drei Magnetzünder, von denen einer ein Anlassmagnet ist und einen heißeren Zündfunken liefert. Nach ein paar Einspritzungen läuft der Motor mit der Handpumpe weiter. Die Bremsen sind Trommelbremsen und werden pneumatisch betätigt. Der Drehzahlmesser ist unter der Sonnenblende verborgen, daher ist darüber eine optische Referenzanzeige angebracht. Der Triebwerkstest erfolgt bei 1.900 U/min. Der Start erfolgt mit 46 Zoll Ladedruck ohne 3.000 U/min zu überschreiten, und die Maschine hebt nach etwa 1.300 Fuß Startlauf ab. Im Steigflug werden 36 Zoll und 2.650 U/min angestrebt. Der Pilot notiert, dass der Propellerregler justiert werden muss.
Der erste Looping wird mit Einleitung bei 290 und geschätzten 4 g geflogen, da kein Beschleunigungsmesser an Bord ist. Die Höhenruderreaktion ist unregelmäßig, und der Pilot meint, es brauche mehr Trimmgewicht im Heck. Das Rollen geht schneller und erfordert weniger Kraft als bei der Spitfire. Negative g werden vermieden, da das Ölsystem nicht für dauerhafte Belastung ausgelegt ist. Nach etwa zehn Steigkurven kommt er zu dem Schluss, dass das Flugzeug sie nach links natürlicher ausführt. Zu sehen ist auch, wie der Kraftstoff in jedem Tank über den Wahlschalter geprüft wird, sowie eine Vorführübung über einem Bodenreferenzpunkt. Zur Landung nutzt er drei Viertel Landeklappen, hält 105 bis zum Endanflug und etwa 80 über der Schwelle und setzt in der Dreipunktlage auf.
Kontext
Laut dem Piloten wurde das Flugzeug in Kanada gebaut und diente während des Zweiten Weltkriegs an der Ostküste bei der 125. Staffel der RCAF. Später landete es in den Prärien in den Händen eines Sammlers, und seine Restaurierung wurde im April 2022 abgeschlossen. Die Flüge finden von Gatineau aus statt.
