The Insane Engineering of the F-14 Tomcat
Video des Kanals Real Engineering über Grumman F-14 Tomcat, verlinkt auf der zugehörigen Seite von Above Ten Thousand. Dauer: 29:15. Sprache: Englisch. Videotyp: Dokumentation.
Worum es geht
Technischer Dokumentarfilm über die konstruktiven Lösungen der Grumman F-14 Tomcat. Das Flugzeug wurde entwickelt, um sowjetische Überschallbomber abzufangen, bevor sie Langstreckenraketen gegen die Flugzeugträger der US-Marine abfeuern konnten, ohne dabei auf den Nahkampf gegen deren Begleitjäger zu verzichten. Das Video behandelt den Schwenkflügel, den Titan-Flügelkasten, die Lufteinlässe, die Triebwerke, das Radar, die Phoenix-Flugkörper und den Flugdeckbetrieb.
Historischer Kontext
Der Schwenkflügel geht auf die deutsche Messerschmitt P.1101 zurück. Sie blieb am Ende des Zweiten Weltkriegs unvollendet und wurde zum Bell-Werk in Buffalo gebracht, aus dem sechs Jahre später die Bell X-5 hervorging. Die F-14 profitierte von den Erfahrungen der F-111 mit den Lufteinlässen und übernahm auch deren Triebwerk, das TF30, das zu Verdichterabrissen neigte. Das Video verknüpft diesen Mangel mit Unfällen wie dem von Kara Hultgreen, der ersten tödlich verunglückten US-Kampfjetpilotin, bei einem Anflug auf die USS Abraham Lincoln. Das Flugzeug wurde 2006 nach 32 Dienstjahren ausgemustert und benötigte zwischen 30 und 60 Wartungsstunden pro Flugstunde.
Wichtige Fakten
Der Flügelkasten bestand aus Titan, das per Elektronenstrahlschweißen gefügt wurde, und war rund 15 % leichter als einer aus Aluminium. Die rechteckigen Lufteinlässe verfügen über computergesteuerte Verdichtungsrampen, die den Kehlquerschnitt bei Mach 2 auf fast 60 % seiner Fläche verengen und die Luft mittels Verdichtungsstößen abbremsen. Die Pfeilung variierte zwischen 20 und 68 Grad, mit einer Stellung von 78 Grad zum Verstauen des Flugzeugs auf dem Träger. Der tragende Rumpf erhöhte die Tragfläche von 52,5 auf 93 Quadratmeter. Das AWG-9-Radar mit 10,2 kW verfolgte 24 Ziele und konnte gleichzeitig sechs Phoenix-Flugkörper lenken. Das F110-Triebwerk lieferte 32 % mehr Schub und ließ die F-14B 34 % länger in der Luft bleiben. Die Tailerons bestanden aus Borfaser-Verbundwerkstoffen.
