Grumman F-14 Tomcat
Video des Kanals smilan1899 über Grumman F-14 Tomcat, verlinkt auf der zugehörigen Seite von Above Ten Thousand. Dauer: 42:25. Sprache: Italienisch. Videotyp: Dokumentation.
Worum es geht
Italienischsprachige Dokumentation über die Grumman F-14 Tomcat, den trägergestützten Schwenkflügel-Jäger der US-Marine. Sie beginnt mit dem letzten Kampfeinsatz der F-14 über dem Irak vom Flugzeugträger Theodore Roosevelt im Jahr 2006, geht auf ihre Systeme und Bewaffnung ein, rekonstruiert die Entwicklung des Programms anhand von Zeugenaussagen von Grumman-Ingenieuren und -Piloten und schließt mit der Ausmusterung und Verschrottung der Flugzeuge.
Historischer Kontext
Der Ursprung liegt in der sowjetischen Bedrohung der sechziger Jahre: Marschflugkörper im Tiefstflug und Bomber, die die Flotte angreifen konnten. Nach der Aufgabe des F-111B, der für den Trägereinsatz zu schwer war, schrieb die Marine 1968 einen Wettbewerb aus, den Grumman im Januar 1969 gewann. Der Entwurf nutzte Erfahrungen aus der XF10F Jaguar und der F-111 und übernahm das AWG-9-Radar. Der Erstflug fand am 21. Dezember 1970 in Calverton statt; der zweite Prototyp ging neun Tage später durch ein Hydraulikleck verloren, wobei sich die Piloten Bill Miller und Robert Smith unverletzt mit dem Schleudersitz retteten. Der Iran erhielt vor der Revolution von 1979 79 Flugzeuge. 1981 schossen zwei F-14 der Nimitz zwei libysche Su-22 über dem Golf von Sidra ab, und acht Jahre später erlegten zwei weitere zwei MiG-23.
Wichtige Fakten
Der Flügel schwenkt unter Computersteuerung von 20° auf 68° Pfeilung, eine Lösung, die die Dokumentation als bahnbrechend darstellt. Der zentrale Titankasten trägt die Struktur, und das Flugzeug hat ein Doppelleitwerk und eine zweiköpfige Besatzung: Pilot und Radar-Offizier. Das AWG-9 konnte 24 Ziele verfolgen und gleichzeitig sechs Phoenix-Flugkörper auf sechs verschiedene Ziele lenken, was in Point Mugu mit fünf Treffern von sechs demonstriert wurde. Die TF30-Triebwerke hatten Probleme mit Verdichterabrissen und wurden durch General Electric F110 mit 40 % mehr Schub ersetzt. Später kamen das APG-71-Radar und der LANTIRN-Behälter für lasergelenkte Bomben hinzu, der erstmals in Bosnien eingesetzt wurde. Jede Flugstunde erforderte zwischen 40 und 60 Wartungsstunden. Nach der Ausmusterung durchliefen die Flugzeuge Oceana, von wo einige in Museen gingen, andere nach Davis-Monthan, und der Rest im Rahmen des SARDIP-Programms zerlegt wurde.
