Moon Project Gemini: The World's Most Dangerous Space Program
Video des Kanals Absolute Documentaries über Projekt Gemini, verlinkt auf der zugehörigen Seite von Above Ten Thousand. Dauer: 52:11. Sprache: Englisch. Videotyp: Dokumentation.
Worum es geht
Dokumentarfilm über das Gemini-Programm, das bemannte Programm, das die NASA zwischen Mercury und Apollo durchführte, um die für eine Mondreise nötigen Techniken zu meistern: Rendezvous im Orbit, Kopplung, Weltraumspaziergänge und Langzeitflüge. Der Film verfolgt chronologisch die unbemannten Flüge und die zehn bemannten Missionen mit ihren Erfolgen und zahlreichen Pannen.
Historischer Kontext
Nach Kennedys Ankündigung 1961 wusste die NASA noch nicht, wie sie den Mond erreichen sollte. Untersucht wurden der Direktaufstieg mit der Nova-Trägerrakete, das Rendezvous im Erdorbit und das in Langley vorgeschlagene Rendezvous im Mondorbit, das sich schließlich durchsetzte. Da die großen Saturn-Raketen noch nicht rechtzeitig fertig sein würden, diente Gemini als Brückenprogramm. Es nutzte eine Version der Titan-II-Rakete und eine zweisitzige Kapsel von McDonnell, abgeleitet von Mercury, mit Flugcomputer, der Fähigkeit, die Umlaufbahn zu ändern, und Schleudersitzen statt eines Rettungsturms. Die Agena-Oberstufe, gestartet auf einer Atlas, diente als Kopplungsziel. Ein Rogallo-Flügel für die Landung auf festem Boden und die AMU-Manövriereinheit der Luftwaffe wurden getestet und schließlich verworfen.
Wichtige Fakten
Gemini 3 (März 1965, Grissom und Young) war das erste bemannte Raumschiff, das die Umlaufbahn änderte. Bei Gemini 4 führte Ed White den ersten amerikanischen Weltraumspaziergang durch. Gemini 5 brach Bykowskis Ausdauerrekord trotz Ausfällen der Brennstoffzellen. Die Agena von Gemini 6 ging verloren, sodass die Mission, umbenannt in 6A, sich im Orbit mit Gemini 7 traf, das 14 Tage im Weltraum verbrachte. Elliot See und Charles Bassett starben 1966, als ihre T-38 in das McDonnell-Werk stürzte. Gemini 8, mit Armstrong und Scott, erreichte die erste Kopplung, doch ein festsitzendes Triebwerk erzwang eine Notrückkehr in den Pazifik. Bei Gemini 9 verhinderte die Verkleidung des ATDA-Adapters die Kopplung. Nach den Schwierigkeiten, die Collins und Gordon außerhalb des Raumschiffs hatten, führte die NASA Trainingseinheiten im Schwimmbecken ein und fügte mehr Haltegriffe und Fußstützen hinzu. Damit absolvierte Aldrin bei Gemini 12 einen Weltraumspaziergang von 2 Stunden und 6 Minuten. Der Dokumentarfilm schließt, indem er diese Techniken mit denen der Internationalen Raumstation verknüpft.
