Lost In Space | Project Gemini | Nasa Documentary #lostinspace #nasa #geminimission
Video des Kanals Space and science documentaries über Projekt Gemini, verlinkt auf der zugehörigen Seite von Above Ten Thousand. Dauer: 1:08:29. Sprache: Englisch. Videotyp: Dokumentation.
Worum es geht
Dieser Dokumentarfilm rekonstruiert die Mission Gemini 8 des NASA-Gemini-Programms. Die Besatzung bestand aus Neil Armstrong als Kommandant und David Scott. Der Film verfolgt die Mission von den Vorbereitungen bis zur Notwasserung. Im Mittelpunkt steht die Panne, die die beiden Astronauten kurz nach der ersten Kopplung zweier Fahrzeuge im Orbit in Gefahr brachte.
Historischer Kontext
Der Dokumentarfilm stellt die beiden Besatzungsmitglieder als erfahrene Testpiloten vor. Scott kam mit mehr als 3.000 Flugstunden zur NASA. Armstrong war mit dem Raketenflugzeug X-15 mit Mach 5,74 geflogen und hatte sich aus einem Prototyp des Mondlandetrainingsfahrzeugs katapultiert. Die Mission sollte an ein unbemanntes Agena-Ziel ankoppeln. Der vorherige Versuch war gescheitert: Die am 25. Oktober 1965 für Gemini 6 gestartete Agena hatte versagt. Gemini 8 startete am 16. März 1966 an Bord einer Titan II. Vor dem Start musste Pete Conrad mit einer Zahnarztsonde eine Gurtverbindung lösen, die durch Epoxidharz verklebt war. Es gab zudem Bedenken wegen der Übertragung von Befehlen an die Agena von der Bodenstation auf Hawaii.
Wichtige Fakten
Nach der Kopplung, nach fast sieben Flugstunden und außerhalb der Reichweite der Bodenstationen, begann das verbundene Fahrzeug zu rotieren. Die Besatzung glaubte, der Fehler liege bei der Agena, und koppelte ab, doch die Drehung beschleunigte sich: eines der Triebwerke der Gemini selbst war eingeschaltet geblieben. Die Kapsel erreichte eine Umdrehung pro Sekunde. Armstrong gewann die Kontrolle mit dem Wiedereintritts-Steuerungssystem im direkten Modus zurück, was 70 % seines Treibstoffs kostete. Das Verfolgungsschiff Coastal Sentry Quebec mit Jim Fucci als Capcom entdeckte den Notfall. Daraufhin wurde eine Notwasserung im westlichen Pazifik angeordnet, mit der Bremszündung über dem Kongo. Die Kapsel wasserte 10 Stunden und 41 Minuten nach dem Start, etwas mehr als eine Meile vom vorgesehenen Punkt entfernt, und wurde vom Zerstörer USS Leonard F. Mason geborgen.
