The Experimental Swedish WW2 Fighter - Saab 21

Aviation Deep Dive · 23. Februar 2024 · 32:17 · Englisch · Dokumentation

Video des Kanals Aviation Deep Dive über Saab, verlinkt auf der zugehörigen Seite von Above Ten Thousand. Dauer: 32:17. Sprache: Englisch. Videotyp: Dokumentation.

Worum es geht

Das Video blickt auf die Geschichte der Saab 21 (J21) zurück, des schwedischen Jagdflugzeugs aus dem Zweiten Weltkrieg mit einer sehr ungewöhnlichen Anordnung: ein Reihenmotor treibt einen Schubpropeller hinter dem Piloten an, in einer Zentralgondel, von der zwei Leitwerksträger ausgehen. Es behandelt die Vorgeschichte, die Entwicklung, die Erprobung, den Dienst und die strahlgetriebene Version J21R.

Historischer Kontext

Ab 1940 fand sich Schweden von Kriegsländern umgeben und erhielt keine britischen und amerikanischen Flugzeuge und Motoren mehr. Es musste sich mit unzuverlässigen italienischen Jägern wie der Fiat CR.42 und der Reggiane Re.2000 begnügen und entschied sich, stattdessen die eigene Industrie zu stärken. Nach der Aufgabe der Projekte L12 und L13 – letzteres wegen Kühlungsproblemen eines hinten montierten Sternmotors – überarbeitete der Konstrukteur Frid Wänström die L13 mit Reihenmotor und Bugradfahrwerk. 1941 wurde das Projekt in L21 umbenannt. Es wurde am 22. Oktober jenes Jahres zugunsten der L23, eines konventionelleren Jägers, gestrichen und am 5. Dezember wieder aufgenommen. Als Motor wurde der Daimler-Benz DB 605 gewählt. Die ersten importierten Exemplare kamen mit schweren Mängeln an, später wurde das Flugzeug in Schweden in Lizenz gebaut. Da der Heckpropeller das Verlassen des Cockpits verhinderte, entwickelten Saab und Bofors ab März 1943 einen Schleudersitz mit Treibladung.

Wichtige Fakten

Der Prototyp 21001 flog erstmals am 30. Juli 1943 in Linköping, gesteuert von Claes Smith. Beim ersten Startversuch stieß er gegen einen Zaun, und bei der Landung brach das Fahrwerk ein. 1943 wurde eine erste Bestellung über 54 Flugzeuge aufgegeben, die als J21A-1 geliefert wurden. Sie waren mit einer 20-mm-Kanone und 13,2-mm-Maschinengewehren im Bug und in den Leitwerksträgern bewaffnet. Von den geplanten 484 wurden bis November 1948 298 geliefert. Mit dem Erscheinen der P-51 Mustang (J26) und der de Havilland Vampire (J28) wechselte die J21 zum Erdkampf mit der Variante J21A-3, von der 119 Stück gebaut wurden. Am 29. Juli 1946 rettete sich Bengt Johansson durch Schleudersitz nach einer Kollision mit einer J22. Die Version J21R mit de-Havilland-Goblin-Turbojet flog am 10. März 1947. Es wurden 60 Exemplare bestellt, die als A21R-Erdkampfflugzeuge endeten. Der Typ verließ 1954 die Frontlinie und blieb bis 1957 als Trainer im Dienst. Drei Exemplare sind erhalten, keines flugfähig.