Mikoyan MiG-29: Why Western pilots trembled before this fighter
Video des Kanals Militär Technik Archiv über MiG-29, verlinkt auf der zugehörigen Seite von Above Ten Thousand. Dauer: 34:04. Sprache: Deutsch. Videotyp: Dokumentation.
Worum es geht
Ein deutsch erzählter Dokumentarfilm, der die Geschichte der MiG-29 in Kapiteln nachzeichnet: ihre Konzeption, die Vorführungen vor westlichen Piloten, den Unfall von Fairford 1993, die Marineversion, die Modernisierungen und den Export. Der Erzähler verwendet einen nachdrücklichen Ton und kehrt mehrfach zu denselben Gedanken zurück.
Historischer Kontext
Laut dem Video fotografierten US-Satelliten den neuen Jäger im November 1977 in Schukowski, und Analysten sahen ihn als sowjetische Antwort auf die F-16 und die F/A-18. Der Erstflug fand am 6. Oktober 1977 statt, 1983 wurde das Flugzeug in Dienst gestellt. Es war ein äußerst wendiger Luftüberlegenheitsjäger mit zwei weit auseinanderliegenden Triebwerken und einem Rumpf, der bei großen Anstellwinkeln Auftrieb erzeugt, konzipiert, um den Luftraum nahe der Front zu beherrschen, statt lange Einsätze zu fliegen. 1990 lernte der britische Testpilot John Farley in Farnborough das Flugzeug aus der Nähe kennen und sah die Manöver, die der sowjetische Pilot Valery Menitski vorbereitet hatte. 1993 kollidierten beim International Air Tattoo in Fairford zwei von Alexander Beschastnow und Sergei Trjasswjatski geflogene MiG-29 während der Vorführung. Beide Piloten schossen sich mit K-36D-Schleudersitzen heraus und überlebten, einer mit einer Wirbelsäulenverletzung. Für den Flugzeugträger Tbilissi, später Admiral Kusnezow, wurde die Marineversion MiG-29K entwickelt, mit verstärktem Fahrwerk, Fanghaken und Korrosionsschutz. An den Erprobungen nahm Mikojans Chefpilot Roman Taskajew teil, die Flugzeuge starteten über eine Sprungschanze, da das Schiff keine Katapulte besaß. Indien wurde einer seiner wichtigsten Kunden.
Wichtige Fakten
Der Dokumentarfilm betont, dass die MiG-29 mit Anstellwinkeln von 45 bis 47 Grad bei voll gezogenem Steuerknüppel fliegen, im senkrechten Steigflug fast bewegungslos stehen und dann rückwärts abrutschen konnte. Da beide Triebwerke in dieselbe Richtung drehen, treten bei niedriger Geschwindigkeit starke gyroskopische Effekte auf, die der Pilot ausglich, indem er zunächst den rechten Schubhebel vorschob, manchmal bis in den Nachbrennerbereich. Als Schwachpunkte nennt das Video den geringen internen Treibstoffvorrat, den spätere Versionen mit größeren Tanks und Luftbetankung lösten, sowie modernere Radare und Avionik. Die MiG-35 mit AESA-Radar wird als die fortschrittlichste Version der Familie präsentiert. Laut dem Video haben mehr als 30 Länder das Flugzeug eingesetzt.
