MiG-29 — Rise and Fall of a Fighter Jet
Video des Kanals Geheimnisse der Flugzeuge über MiG-29, verlinkt auf der zugehörigen Seite von Above Ten Thousand. Dauer: 22:59. Sprache: Deutsch. Videotyp: Dokumentation.
Worum es geht
Ein deutschsprachiger Dokumentarfilm, der die Geschichte der MiG-29 von ihrer Konzeption in den siebziger Jahren bis zu ihren jüngsten Varianten nachzeichnet und die These vertritt, dass ein äußerst wendiger Jäger mehr durch die Politik und das Ende des Kalten Krieges als durch seine Technik ausgebremst wurde.
Historischer Kontext
1971 legte die Sowjetunion die Anforderungen an einen Frontjäger fest; die Konstruktionsbüros Mikojan-Gurewitsch, Jakowlew und Suchoi traten gegeneinander an, bei Mikojan hieß das Projekt Thema 9. Nachdem die Idee eines Universaljägers aufgegeben wurde, teilte man den Auftrag: Suchoi sollte den schweren Jäger bauen, Mikojan den leichten (LFI), gedacht für den Einsatz vom dichten Flugplatznetz gegenüber der NATO, mit geringer Reichweite, aber großer Wendigkeit. Man entschied sich für einen integralen Auftriebsrumpf und zwei RD-33-Triebwerke des Konstruktionsbüros Klimow. 1974 wurde der Bau offiziell genehmigt; die Flucht eines Piloten mit einer MiG-25 nach Japan 1976 führte zur Streichung der vereinfachten Version MiG-29A. Der Erstflug fand am 6. Oktober 1977 statt, die Indienststellung 1983. Mit dem Fall der Mauer und dem Zerfall der Sowjetunion verschwand die Doktrin, die das Flugzeug rechtfertigte, das Budget floss in die Su-27, und die Programme MiG-29M und MiG-29K wurden eingefroren.
Wichtige Fakten
Das Video nennt 17 m Länge, 11 m Spannweite, Triebwerke mit 5 t Schub (8,3 t mit Nachbrenner), eine Höchstgeschwindigkeit von Mach 2,3, eine Gipfelhöhe von 18 km und 9 g in jeder Konfiguration, dem steht eine Reichweite von nur rund 700 km in niedriger Höhe mit internem Treibstoff gegenüber. Es geht auf die Vorstellung in Finnland 1986 ein, die Unfälle von Paris 1989 und Fairford 1993, die durch Schleudersitze vom Typ K-36 ohne Todesopfer verliefen, das schlechte Abschneiden der 30 irakischen Maschinen 1991 und die Erprobungen mit den MiG-29 der DDR nach der Wiedervereinigung. Zum Schluss geht es um die Versionen SMT und OVT, die MiG-29K für die indische Marine, die im indischen 126-Flugzeuge-Wettbewerb MMRCA gegen die Rafale unterlegene MiG-35, rund 1.600 gebaute Exemplare und den US-Kauf von 21 Maschinen aus Moldawien 1997.
