Hawker Siddeley Trident: The Revolutionary Jet That BEA Downsized Into Oblivion
Video des Kanals Vector 1945 über Hawker Siddeley Trident, verlinkt auf der zugehörigen Seite von Above Ten Thousand. Dauer: 22:56. Sprache: Englisch. Videotyp: Dokumentation.
Worum es geht
Das Video beleuchtet die Geschichte der Hawker Siddeley Trident: ihren Ursprung in einer Anforderung von BEA, die Neukonstruktion, die ihre Größe verringerte, ihre technischen Innovationen, die Unfälle durch Deep Stall und ihren kommerziellen Werdegang gegenüber der Boeing 727.
Historischer Kontext
BEA hatte seine Flotte auf die Turboprops Vickers Viscount und Vanguard gestützt. Im Juli 1956 äußerte das Unternehmen Interesse an einem Kurzstrecken-Jet für etwa 70 Passagiere, 6.000-Fuß-Landebahnen und mehr als zwei Triebwerke. Im Wettbewerb standen die Bristol Type 200, die Avro 740, die Vickers VC11 und die DH121, ein Dreistrahler mit Rolls-Royce-Medway-Triebwerken für 110 bis 140 Passagiere und 2.070 Meilen. Im März 1959, beunruhigt durch den Rückgang des Verkehrsaufkommens, bat BEA um eine Verkleinerung. Der Spey ersetzte den Medway mit 40 % weniger Schub, und Spannweite, Flügelfläche und Rumpf wurden verkürzt. Die Kapazität sank auf 75-97 Plätze, und die Reichweite verringerte sich um 930 Meilen. BEA bestellte am 24. August 1959 24 Flugzeuge plus 12 Optionen. Der Name Trident wurde im September 1960 in Farnborough bekanntgegeben, dem Jahr, in dem de Havilland an Hawker Siddeley überging und das Airco-Konsortium aufgelöst wurde. Laut Video erhielt Boeing durch einen Besuch seiner Techniker in Hatfield umfangreiche Informationen über die Konstruktion, ohne Gegenleistung.
Wichtige Fakten
Das Flugzeug hatte einen Tiefdecker-Flügel, ein T-Leitwerk und drei im Heck montierte Spey-Triebwerke. Die 3B, verlängert und mit bis zu 180 Plätzen, erhielt zusätzlich ein RB.162-Hilfstriebwerk für den Start. Das Autoland-System von Hawker Siddeley und Smiths ermöglichte BEA zusammen mit der Doppler-Navigation und der beweglichen Karte 1965 in Heathrow die erste automatische Landung im Linienbetrieb. Das Bugfahrwerk war zwei Fuß nach links versetzt, und das Flugzeug konnte die Schubumkehr im Flug für einen schnellen Sinkflug nutzen. Der Erstflug fand am 9. Januar 1962 statt, der Dienstantritt am 1. April 1964. Deep Stall verursachte zwei Unfälle. Der erste war ein Testflug nahe Hatfield am 3. Juni 1966. Der zweite, der Absturz von Staines am 18. Juni 1972 (Flug 548, 118 Tote), wurde auf das vorzeitige Einfahren der Vorflügel zurückgeführt. Die CAAC erhielt 38 Tridents und war bis 1995 ihr letzter Betreiber. Es wurden 117 Exemplare gebaut, gegenüber 1.832 Boeing 727.
