Hawker Siddeley Trident: el auge y caída del poderoso trimotor
Video des Kanals SkyShips en Español über Hawker Siddeley Trident, verlinkt auf der zugehörigen Seite von Above Ten Thousand. Dauer: 21:30. Sprache: Spanisch. Videotyp: Dokumentation.
Worum es geht
Diese spanischsprachige Dokumentation erzählt die Geschichte der Hawker Siddeley HS.121 Trident, eines Mittelstrecken-Trijets, der als De Havillands DH.121-Projekt begann. Sie beleuchtet seine Entstehung, sein Design, seine Versionen und die Gründe für ihr kommerzielles Scheitern gegenüber der Boeing 727. Es war das erste Passagierflugzeug mit T-Leitwerk und drei Triebwerken am Heck, eine Konfiguration, die später von der 727 und der Tu-154 übernommen wurde.
Historischer Hintergrund
In den 1950er-Jahren wollte British European Airways (BEA) Turboprops auch auf der Mittelstrecke durch Strahlflugzeuge ersetzen. Am Wettbewerb nahmen Bristol, Avro, Vickers und De Havilland teil, gewonnen wurde er von der DH.121. Der ursprüngliche Entwurf mit 111 Sitzen und rund 3.300 km Reichweite entstand mitten in der Neuordnung der britischen Industrie: De Havilland schloss sich mit Hunting Aircraft und Fairey Aviation im Konsortium Airco zusammen. Airco schlug Boeing vor, das Flugzeug gemeinsam zu entwickeln, doch die Zusammenarbeit scheiterte, und laut dem Video wurden die Briten beschuldigt, Informationen weitergegeben zu haben, die der späteren 727 zugutekamen. Airco stellte die DH.121 1958 vor, und BEA bestellte 24 Maschinen mit einer Option auf weitere 12. 1959 verlangte BEA ein kleineres Flugzeug mit 97 Sitzen, was eine Neukonstruktion und einen Triebwerkswechsel erforderlich machte. Der Name Trident wurde 1960 in Farnborough bekanntgegeben, als De Havilland bereits zu Hawker Siddeley gehörte. Der Prototyp flog am 9. Januar 1962, die Erprobung dauerte bis 1964, und das Flugzeug ging 1965 bei BEA in Dienst.
Wichtige Fakten
Es hatte drei Rolls-Royce Spey mit 46 bis 53 kN Schub. Das mittlere Triebwerk saß im Rumpf und erhielt seine Luft über einen S-förmigen Einlaufkanal. Die Spannweite lag je nach Version zwischen 27,4 und 30 m, die Reisegeschwindigkeit erreichte 937 km/h auf rund 11 km Höhe. Die Avionik nahm unter dem Cockpit so viel Platz ein, dass das Bugfahrwerk um 60 cm nach links versetzt werden musste. Die Systeme waren dreifach ausgelegt, und das Flugzeug wurde sogar für automatische Landungen der Kategorie 3C zugelassen. Die Trident 1C wog 52 t und hatte 3.200 km Reichweite. Von der 1E wurden 15 Exemplare gebaut. Die 2E erreichte 64,6 t und 4.300 km, 50 Stück wurden ausgeliefert und flogen auch in China. Die 3B mit 180 Sitzen erhielt ein viertes, 23 kN starkes RB162-Zusatztriebwerk für den Start; es wurden 26 gebaut, plus 2 Super Trident 3B. Das Video schreibt der Trident acht Unfälle mit 368 Todesopfern zu. Die Produktion endete 1978 mit 117 Flugzeugen, gegenüber 1.832 Boeing 727. Die Lärmvorschriften der 1980er-Jahre beschleunigten ihre Ausmusterung.
