Me262 - Why It Was Rubbish

HardThrasher · 16. Februar 2024 · 48:56 · Englisch · Dokumentation

Video des Kanals HardThrasher über Messerschmitt Me 262, verlinkt auf der zugehörigen Seite von Above Ten Thousand. Dauer: 48:56. Sprache: Englisch. Videotyp: Dokumentation.

Worum es geht

Historischer Essay auf Englisch, der das Bild der Messerschmitt Me 262 als eine Waffe infrage stellt, die den Kriegsverlauf hätte ändern können. Der Autor weist darauf hin, dass er sich nicht auf Leistungsdaten oder Einsätze konzentrieren wird, sondern auf die Politik und Entwicklung des Flugzeugs. Er warnt zudem, dass viele zeitgenössische Quellen, einschließlich der Memoiren deutscher Protagonisten, wenig zuverlässig seien. Er vertritt die These, dass es weder das erste Strahlflugzeug noch der erste einsatzfähige Düsenjäger war.

Historischer Kontext

Die Darstellung zeigt Willy Messerschmitt in einer schwierigen Lage: das Scheitern der Me 210, seinen Konflikt mit Erhard Milch und seinen Ausschluss aus dem Vorstand seines eigenen Unternehmens 1942. Danach wird der Ursprung des Projekts P.1065 in der Amtszeit von Ernst Udet nachgezeichnet. Da die BMW-Triebwerke nicht fertig wurden, erhielt der Flügel eine leichte Pfeilung und die Triebwerke wurden darunter aufgehängt; im Dezember 1940 wurde ein Bugradfahrwerk übernommen. Ein Prototyp mit Jumo-210-Kolbenmotor flog im April 1941, der erste Flug mit Jumo-Strahltriebwerken erfolgte am 18. Juli 1942. Ein Teil des Videos behandelt die Insterburg-Vorführung vom 26. November 1943, bei der Hitler fragte, ob das Flugzeug Bomben tragen könne. Der Autor vertritt die Ansicht, dass die dieser Entscheidung zugeschriebene Verzögerung ein Mythos sei, da das Flugzeug für die Serienproduktion noch nicht bereit gewesen sei.

Wichtige Fakten

Der Autor erkennt ihre Geschwindigkeit von etwas über 540 mph im Horizontalflug, ihre schnelle Steigrate und gute Sicht an. Dagegen führt er mehrere Probleme auf. Im Kampfeinsatz mussten die Triebwerke alle 4 bis 8 Stunden überholt werden. Das Flugzeug erhielt weniger als 10 % der geplanten 3.000 Testflugstunden. Die Fertigungsqualität war schlecht: Ab Februar 1944 bestanden 70 % der Belegschaft aus Zwangsarbeitern oder KZ-Häftlingen. Zudem hatte es geringe Reichweite, kurvte schlecht und stand nur zu etwa 15 % der Flotte zur Verfügung. Er schreibt ihr rund 540 Abschüsse bei etwa 450 an die Front gelangten Flugzeugen zu. Er erinnert daran, dass das Kommando Nowotny 26 seiner 30 Flugzeuge in vier Wochen verlor, bei 22 Siegen. Er vergleicht sie mit der Gloster Meteor, einsatzfähig seit Juli 1944. Zu seinen Quellen zählen Dan Sharp, Mano Ziegler, Adolf Galland und Martin Kitchen.