Variante der Bücker Bü 131 Jungmann

Bücker Bü 131 Jungmann Aero C-104

Der tschechoslowakische Nachkriegs-Jungmann: 260 von Aero in Prag zwischen 1946 und 1949 mit Walter-Minor-4-III-Motor gebaute Maschinen, die bis 1964 an der Militärakademie und in Fliegerclubs dienten.

Eintrag zur Bücker Bü 131 Jungmann

Bild folgt
260
Gebaute Exemplare

Geschichte

Als der Zweite Weltkrieg endete, nahm das Aero-Werk in Prag – das bis September 1940 rund 300 Bü 131D-2 für die Luftwaffe gebaut hatte – den Jungmann für den Bedarf der befreiten Tschechoslowakei wieder auf. Die erste Serie, als Aero C-4 bezeichnet, nutzte die noch in den Anlagen vorhandenen Hirth-HM-504-Motoren: Die deutsche Wikipedia beziffert die so fertiggestellten Maschinen auf 20, die englische auf 20 bis 30 mit Auslieferungen ab April 1946, und das Air Britain Digest spricht von 12 mit deutschen Motoren wiederhergestellten.

Als die Hirth-Motoren aufgebraucht waren, wechselte Aero zum einheimischen Walter-Minor-4-III-Motor mit 105 PS, und die Bezeichnung änderte sich zu C-104. Laut englischer Wikipedia wurden zwischen 1946 und 1949 260 Exemplare gebaut (248 laut deutschem Wikipedia-Text), die für die tschechoslowakische Militärakademie bestimmt waren; ab 1947 erhielt auch die zivile Luftfahrt sie, und die Fliegerclubs betrieben sie viele Jahre lang. Die letzten C-104 wurden 1964 aus dem Svazarm, der paramilitärischen Luftsportorganisation, ausgemustert.

Das Air Britain Digest fügt das letzte Kapitel hinzu: 1959-60 wurde ein Großteil der überzähligen C-104 an die Schweiz, Österreich und Westdeutschland verkauft, wo sie das Wiederaufleben des Jungmann als sportliches und kunstflugtaugliches Flugzeug in privater Hand befeuerten.