How One Man Won The Space Race For America (Apollo Program: Saturn V Documentary) | Spark
Video des Kanals Spark über Saturn V, verlinkt auf der zugehörigen Seite von Above Ten Thousand. Dauer: 52:01. Sprache: Englisch. Videotyp: Dokumentation.
Worum es geht
Dokumentarfilm über die Entwicklung der Saturn V, der Trägerrakete des Apollo-Programms. Er verfolgt das Projekt von den deutschen Ursprüngen der Raketentechnik Wernher von Brauns bis zu den Mondflügen. Er verbindet NASA-Archivaufnahmen, Kommunikation aus der Missionskontrolle und Interviews mit Fachleuten. Er erklärt die technischen Probleme, die bei jeder Stufe der Rakete gelöst werden mussten.
Historischer Kontext
Die Erzählung beginnt mit der V2, der ersten Fernlenkwaffe, die im nationalsozialistischen Deutschland unter von Brauns Leitung entwickelt wurde. Nach Kriegsende zogen er und sein Team im September 1945 zusammen mit mehr als hundert V2-Raketen in die Vereinigten Staaten, die sie dort weiter für das Heer entwickelten. Der Kalte Krieg machte den Weltraum zum Schauplatz der Rivalität. Sputnik 1 (4. Oktober 1957), Sputnik 2 mit der Hündin Laika und das gescheiterte Vanguard-Projekt am 6. Dezember 1957 zwangen Washington zu reagieren. Von Brauns Team brachte am 31. Januar 1958 den ersten amerikanischen Satelliten in die Umlaufbahn, und im selben Jahr wurde die NASA gegründet. Nach dem Flug Gagarins und dem von Alan Shepard verpflichtete sich Kennedy 1961, noch vor Ende des Jahrzehnts einen Menschen auf den Mond zu bringen. Die NASA verwarf die gigantische Nova-Rakete und entschied sich für eine dreistufige Rakete in Kombination mit einem leichten Mondmodul. Zuvor hatte sie die Saturn I getestet, von der sie zehn Exemplare startete, sowie die Saturn IB. Weder Kennedys Ermordung 1963 noch der Brand vom Januar 1967, bei dem Grissom, White und Chaffee starben, stoppten das Programm.
Wichtige Fakten
Die erste Stufe, 42 m hoch, trug fünf F-1-Triebwerke, die zusammen etwa 7,5 Millionen Pfund Schub lieferten. Ihre Verbrennungsinstabilität wurde durch Leitbleche behoben. Die dritte Stufe nutzte ein einziges wiederzündbares J-2-Triebwerk. Eine Explosion bei Tests, verursacht durch eine fehlerhafte Schweißnaht, führte dazu, dass alle Schweißnähte bis zum Bruch getestet wurden. Die zweite Stufe sparte Gewicht durch eine gemeinsame Trennwand zwischen flüssigem Wasserstoff und Sauerstoff. IBM baute die Instrumenteneinheit mit 22 Fuß Durchmesser, Lockheed Propulsion das Fluchtsystem. Die Rakete war 110 m hoch, und auf dem Höhepunkt beschäftigte das Programm 375.000 Menschen. Apollo 4 war der Erstflug der Saturn V. Bei Apollo 6 (April 1968) brach der Pogo-Effekt eine Treibstoffleitung und schaltete zwei Triebwerke der zweiten Stufe ab. Apollo 8 (Dezember 1968) war der erste bemannte Saturn-V-Flug und umkreiste den Mond zehnmal. Es folgten die Testflüge von Apollo 9 und Apollo 10 sowie die Mondlandung von Apollo 11 im Juli 1969. Zwischen 1968 und 1972 reisten 24 Männer zum Mond, und 12 von ihnen gingen auf ihm. Die letzte Saturn V brachte 1973 die erste amerikanische Raumstation in die Umlaufbahn.
