Aboard Apollo 9

The Technicolor Whiscash · 16. August 2024 · 2:24:44 · Englisch · Dokumentation

Video des Kanals The Technicolor Whiscash über Apollo 9, verlinkt auf der zugehörigen Seite von Above Ten Thousand. Dauer: 2:24:44. Sprache: Englisch. Videotyp: Dokumentation.

Worum es geht

Der Beitrag verbindet das von den 16-mm-Kameras der Apollo-9-Mission gefilmte Material mit dem Ton eines NASA-Interviews mit Rusty Schweickart, dem Piloten der Mondlandefähre, sowie mit dem Funkverkehr zwischen Luft und Boden während des Weltraumspaziergangs. Schweickart blickt auf seinen Weg zum Astronauten zurück und schildert den Flug aus der Ich-Perspektive. Hinzu kommen Ausschnitte aus Interviews mit Owen Maynard und Dick Fenner über die Konstruktion der Mondlandefähre und ihr Rendezvous-Radar.

Historischer Hintergrund

Schweickart wuchs während des Zweiten Weltkriegs an der Küste von New Jersey auf, rund 20 Meilen von der Marinefliegerbasis Lakehurst entfernt. Geprägt wurde er von den V2-Raketen in White Sands und der Collier's-Ausgabe über Raumfahrt mit Von Braun. Er studierte Luftfahrttechnik am MIT, wo er 1956 seinen Abschluss machte, flog F-100 auf den Philippinen und wurde 1961 wegen der Berlin-Krise bei der Massachusetts Air National Guard einberufen. 1963, nachdem die Testpiloten-Voraussetzung gestrichen worden war, war er einer von 13 Ausgewählten unter rund 740 Bewerbern. Er war Ersatzmann der ersten Apollo-Besatzung mit McDivitt und Scott; nach dem Brand und den Problemen mit LM-2 wechselte seine Besatzung zur dritten Mission mit LM-3, während Borman die zirkumlunare Mission übernahm. Er erklärt außerdem die Herkunft der Rufnamen Gumdrop, Spider und Red Rover.

Bemerkenswerte Fakten

Der Start wurde wegen Erkältungen der Besatzung auf den 3. März 1969 verschoben. Schweickarts Schwindel und Erbrechen am dritten Tag ließen an eine Absage des Weltraumspaziergangs denken, der schließlich auf einen rund 47-minütigen Tageslichtdurchgang verkürzt wurde: Sammeln thermischer Proben und Erprobung des Handlaufs der Mondlandefähre. Als Scotts Kamera klemmte, hatte er fünf Minuten Zeit, die Erde zu betrachten – eine Erfahrung, die er erst Jahre später in Worte fassen konnte. Rendezvous und Andocken verliefen dank des Simulators routinemäßig; beim Abdocken hielten die Verriegelungen die Mondlandefähre fest, bis Scott den Schalter erneut drückte. Maynard erklärt, dass die Aufstiegsstufe asymmetrisch ist, weil sie Einzeltanks mit einem Oxidator-Treibstoff-Verhältnis von 1,6 verwendet, und Fenner, dass das Rendezvous-Radar monopulsartig und kooperativ arbeitet, mit einem Transponder im CSM.