FLYING NUCLEAR AIRCRAFT CARRIER - The Lockheed CL-1201 could carry 24 fighters

Aero Por Trás da Aviação · 6. August 2021 · 17:02 · Portugiesisch · Dokumentation

Video des Kanals Aero Por Trás da Aviação über Lockheed, verlinkt auf der zugehörigen Seite von Above Ten Thousand. Dauer: 17:02. Sprache: Portugiesisch. Videotyp: Dokumentation.

Worum es geht

Das Video befasst sich mit der Lockheed CL-1201, einem amerikanischen Projekt der 1960er Jahre für ein riesiges, kernkraftbetriebenes Flugzeug, das als fliegender Flugzeugträger gedacht war. Es erklärt die Konzeption, die Größe, die geplante Funktionsweise der Triebwerke, die untersuchten Versionen und die Gründe, warum es nie über das Papier hinauskam.

Historischer Kontext

Das Projekt entstand mitten im Kalten Krieg, als die Vereinigten Staaten und die Sowjetunion um den Nachweis ihrer technologischen Überlegenheit wetteiferten. Beide Länder hatten den Kernantrieb bei Flugzeugen bereits getestet, auf amerikanischer Seite mit einer Anpassung der B-36, ohne zufriedenstellende Ergebnisse. Die Idee bestand darin, die Brennkammer eines Triebwerks durch einen Kernreaktor zu ersetzen, der die Luft erhitzen würde, was extrem lange Einsätze ohne Betanken ermöglichen würde. Dem Video zufolge könnte das Projekt wegen seiner sehr hohen Kosten aufgegeben worden sein oder nur eine reine Ingenieursübung geblieben sein.

Wichtige Fakten

Der Entwurf, ähnlich einem Nurflügler mit vier über dem Rumpf montierten Triebwerken, sah eine Spannweite von 342 m, eine Länge von 170 m und ein Höchstgewicht von etwa 5.500 Tonnen vor. Die Hybridtriebwerke sollten in niedriger Höhe fossilen Brennstoff verbrennen und im Reiseflug Kernenergie nutzen; der Reaktor sollte 1,83 GW erzeugen und 41 Tage Flug mit Mach 0,8 ermöglichen. An Bord wären rund 470 Besatzungsmitglieder, im Kampfeinsatz bis zu 800. Version 1 sollte 24 F-4-Phantom-Jäger transportieren, 22 unter den Flügeln und zwei in internen Hangars; Version 3, eine Logistikunterstützungsversion (LSA), sollte Boeing 707 andocken, um Truppen und Nachschub zu befördern. Für den senkrechten Start wurden Dutzende Hubtriebwerke untersucht.